Warum in diesem Jahr unter den 111 eingesandten Stollen „nur“ 44 mal Gold vergeben konnte, vermochte Wolfgang Rother, Sprecher der Prüfungskommission, nur zu vermuten: „Viele Konditoren beginnen erst jetzt, sich mit der Herstellung von Stollen intensiv zu beschäftigen. Bis zum Weihnachtsgeschäft haben sie ja noch etwas Zeit, die Rezepturen zu verbessern.“

Die Proben kamen aus dem gesamten bayerischen Raum, sechs davon aus dem Bundesgebiet. Neben“Gold“ (44) erzielten 55 Stollen das Prädikat „Silber“. Die restlichen Produkte fielen aus dem Bewertungsraster heraus.

Bewertet werden die eingesandten Stollen nach ihrem äußeren Erscheinungsbild, Geruch, Krume und Geschmack. Letzteres wird doppelt bewertet. Die Mängelliste reicht von „zu wenig Zucker im Teig“ über „trockener Struktur“ und „Sultaninen zu nass“ bis hin zu „Füllung zu schwacher Geschmack“ und „Hohlraum im Gebäck.

Die Elisenlebkuchen-Prüfung 2010 erbrachte sehr gute Ergebnisse. 84 von 104 eingesandten Proben erzielten „Gold“. 18 mal vergaben die Prüfer „Silber“. Zwei Produkten entsprachen nicht den Anforderungen.

Mit diesen Prüfungen möchte der Landesinnungsverband auf die hohe Qualitätsansprüche, die Tagesfrische und Individualität der Konditorenprodukte hinweisen.
[bk]

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