Gleich vorweg: von den insgesamt acht Teilnehmern an der Küchenmeisterprüfung konnten sechs Prüflinge die begehrte Küchenmeisterurkunde mit nach Hause nehmen. Für zwei weitere Teilnehmer heißt es allerdings, erneut im Frühjahr 2011 antreten. Mal waren es die Ergebnisse in der theoretischen, mal im praktischen Teil, die eine Prüfungswiederholung notwendig machten.

Erstmals servierten die Schülerinnen und Schüler der Berufsfachschule für Assistenten für Hotel- und Tourismusmanagement das 5-Gänge-Prüfungsmenü.

Ideenreich setzten die angehenden Küchenmeister nach Vorgaben des Prüfungsausschusses jeweils ein individuelles Menü zusammen. Dabei galt es, beispielsweise Okraschoten, Schwarzwurzeln, Shiitakepilze und Wirsing zu Dorade und Hummer anzurichten. Oder Graupen, ein oftmals zu Unrecht verkanntes Getreide als schmackhafte Beilage zu Enten- oder Perlhuhnkeulen zuzubereiten. Liebhaber eines süßen Menü-Finales gerieten ins Schwärmen für feine Desserts. Absolutes Highlight: eine Crème brûlée mit köstlicher Karamelkruste, garniert mit Orangenfilets, Vanilleeis, einem zierlichen Florentiner und Schokoladendekor. Hinreißend!

Noch ein Blick auf die begleitenden Getränke: Hier gab es einen 2008 Erbacher Steinmorgen Riesling Kabinett halbtrocken vom Weingut Lamm Jung Erbach Rheingau sowie einen 2008 Rubino Rotwein Cuvée vom Weingut Schaffner Bötzingen am Kaiserstuhl. Für den krönenden Abschluss sorgte Fürst Metternich Rosé Sekt trocken von der Sektkellerei Johannisberg Rheingau.

Erfreulich für den Genießer auch, dass eine Reihe Münchner Biere zur Auswahl bereit standen. Neben Franziskaner Weißbier leicht konnte man Hofbräu Münchner Weisse mit ihrem typisch weißbieraromatischen Geschmack zu sich nehmen. Das Löwenbräu Hell überzeugte mit einer angenehmen Bittere, und das Hacker-Pschorr Superior überraschte mit seinem malzaromatischen Geschmack.

Geschmack und Optik, fachliche Richtigkeit, aber etwa auch der Wareneinsatz und energiesparende Zubereitungsmethoden zählen zu den Bewertungskriterien der praktischen Küchenmeisterprüfung, erklärte Gudrun Schultze, bei der IHK München und Oberbayern zuständig für den Bereich Weiterbildung. Der praktischen Prüfung vorausgegangen war eine zweiteilige Theorie-Küchenmeisterprüfung. Entsprechend des gewandelten Berufsbildes sei dort auch das Prüfungsfeld, so etwa um Speisentechnologie, Betriebswirtschaft, Mitarbeiterführung und Verkaufsgespräche erweitert worden.
[Brigitte Karch]

[Die erfolgreichen Teilnehmer des 1. Tages:]
Rüdiger Herrmann; Diana Fischer, Michael Pollner; Roberto Schiller; Verena Greimel;
Stephanie Höck; Björn Kiffner und Markus Koller.

Am 2. Tag haben von den acht angetretenen Teilnehmern alle die praktische Prüfung bestanden. Ein Teilnehmer schaffte den Theorie-Teil. Georg Wallner, ehemaliger Kermess-Schüler und Gigl-Stipendiat, hat in der praktischen Prüfung die Note "sehr gut" erzielt.

Ein besonderer Dank gilt an dieser Stelle den Prüfern, die während der Praxis-Prüfungstage enorm gefordert waren!

Weitere Informationen:
www.kermess.de
www.muenchen.ihk.de