In München verzeichnete die Konditor-Innung Altbayern und Franken 110 Auszubildende, die in der Städtischen Berufsschule für Konditoren ihre Prüfung ablegten. Weitere 200 Auszubildende wurden in den Berufsschulen von Ingolstadt, Rosenheim, Traunstein, Straubing sowie Regensburg, Nürnberg und Würzburg geprüft.

Das Prüfungsprogramm umfasst - neben einer 3 Etagen Festtags-Torte als Gesellenstück – noch Englischen Kuchen, Pralinen- und Teegebäckplatte, verschiedene Pralinen, Blätterteig sowie pikante Fingerfood und Garnierproben.

"Es ist ungemein wichtig, dass der Auszubildende im Betrieb vorher die Prüfungsaufgaben exakt übt", unterstreicht Konditormeister Franz Widmann, der bei den Prüfungen in München als Arbeitgebervertreter fungiert und ergänzt: "Die Lehrlinge in meinem Betrieb üben das Prüfungsprogramm an insgesamt zwei Tagen, also am ersten Tag wird vormittags und am zweiten Tag nachmittags trainiert. Das ist besser, als wenn der Auszubildende alle Prüfungsaufgaben an einem Tag durchführen sollte. Das schafft er einfach nicht. Dazu braucht er den Druck, den er dann an dem realen Prüfungstag zu spüren bekommt!"

Zur optimalen Prüfungsvorbereitung gehört die obligatorische schriftliche Dokumentation. Aus ihr lässt sich in weiten Teilen ablesen, wie der Auszubildende seine Aufgaben durchführen und absolvieren wird. Die Dokumentation gleicht einer umfangreichen, ausführlichen Visitenkarte, denn sie enthält alle notwendigen Informationen fest. Angefangen von den Rezepturen über die Kalkulation der 3-stöckigen Torte über den Ablaufplan bis hin zu den detailliert beschriebenen Geräten in der Materialkiste. Franz Widmann weist in diesem Zusammenhang auf ein wichtige Detail hin: "Für die Erarbeitung der Dokumentation empfiehlt es sich, den genauen Ablaufplan von 7.30 Uhr bis 16.30 Uhr zeitlich genau anzugeben. So sollte es bei Rezepten nicht nur beispielsweise 'Zubereitung: 15 Minuten' heißen, sondern es sollte zusätzlich die exakte Angabe gemacht werden wie etwa : 'Zubereitung: 15 Minuten: von 10.15 bis 10.30 Uhr'."