Dies jedenfalls stellte Konditormeister Paul Götsch im Rahmen der Frühjahrstagung und Mitgliederversammlung 2008 des Arbeitskreis der Meisterschule für Konditoren in München e.V. in der Schlossberghalle in Starnberg eindrucksvoll unter Beweis.

Paul Götsch, seit 1998 selbständig in Bruneck/Südtirol tätig und Markus Prinoth, der mehrere Jahre ein Kaffee in Lana bei Meran führte, demonstrierten vor den rund 140 Teilnehmern die manuelle Herstellung von Kastanienpüree und stellten verschiedene Kastanienprodukte vor den Augen der Teilnehmer her. Mit Kastanien Herzen, Kastaniensahnetorte, Kastanienmousse, Maronikuchen und Kastanienbisquit fanden sie beim Fachpublikum beachtliche Resonanz.

Zugegeben, in südlichen Ländern nimmt die Edelkastanie traditionell einen festen Platz bei der Zubereitung von Speisen ein. Immerhin lässt sie sich aufgrund ihres hohen Stärkegehalts zu Mehl vermahlen und zum Brotbacken verwenden. Sie verfügt über viel Kalium und Magnesium sowie über die Vitatime B1, B2, B6, C,E und Folsäure. Zudem ist die Kastanien glutenfrei. Doch in Deutschland führt die Edelkastanie eher ein Schattendasein. Den Argumenten befragter Teilnehmer wie etwa "es gibt derzeit keine Lieferanten, die hervorragende Kastanien herbeischaffen" oder "der Einsatz von Maronen ist viel zu arbeitsaufwändig, der daraus resultierende notwendige Verkaufspreis lässt sich am Markt nicht durchsetzen" standen absolut positive Meinungen entgegen: "Gottseidank haben wir mit diesen Maronirezepten wichtige Impulse für ein neues Saisonprodukt erhalten" bis hin zu "Maroni sind ein fantastische Produkt, das wir vom Münchner Großmarkt beziehen und sehr erfolgreich zu Maronibrot und -baguette verarbeiten. Der VK liegt für unser 500 g-Maronibrot bei 4 Euro. Unsere Kunden favorisieren neben dem ausgezeichneten Geschmack auch die wunderbar karamelisierte Brotkruste."

Weitere Informationen:
<a href=http://www.konditoren-arbeitskreis.de target=_blank>www.konditoren-arbeitskreis.de</a>
(Der Link wurde a 21.04.2008 getestet.)