Langfristig werde sich der deutsche Biermarkt auf rückläufige Absatzmengen einstellen müssen. Daher müsse die heimische Brauwirtschaft einen „wertorientierten Ansatz“ verfolgen. „Bloßes Mengenstreben auf Kosten des Preises zieht die gesamte Wertschöpfungskette in Mitleidenschaft“, warnt Weiß. Gleichwohl wird „Billigbier nicht nur als Segen für den Konsumenten gesehen, sondern langfristig als Gefahr für die Bierkultur und Brauereivielfalt erkannt.“
Regionalität, Authentizität und Individualität sowie höchste Qualität könne man nicht zum Nulltarif haben. Dass dies immer mehr Verbraucher erkennen und bereit sind, einen höheren Preise für Qualitätsbiere zu zahlen, biete den über 620 bayerischen Brauereien Chancen, sich erfolgreich am Markt zu behaupten.
Im Übrigen geben sich Bayerns Brauer durchaus zuversichtlich. Mit einem verhältnismäßig geringen Absatzminus in 2009 von 1,6% im Vergleich zum Vorjahreszeitraum – die deutsche Brauwirtschaft brachte es hier auf ein Minus von 2,8% - „hat sich die Brauwirtschaft im Freistaat auch im Krisenjahr 2009 respektabel geschlagen“, wie Dr. Lothar Ebbertz, Hauptgeschäft des Bayerischen Brauerbunden mitteilte. Als Branchenprimus zeigte sich erneut der Export. Hier erreichte die Branche in 2009 mit einer Exportquote von 15% (entspricht knapp 3,4 Mio. hl) „das drittbeste Ausfuhrergebnis ihrer Geschichte“, bilanzierte Ebbertz.
Alkoholfreies Bier zählt mit zum wichtigen Absatzsegment. Es wuchs in 2009 um über 100.000 hl (+12%). Wichtigstere Impulsgeber ist dabei alkoholfreies Weißbier, das gegen den Trend des Gesamtmarktes Bier zulegen konnte.
Weitere Informationen:
www.bayerisch-bier.de
