„Ich rate den bayerischen Gemeinden dringend von einer Bettensteuer ab. Solche Aktionen und Diskussionen sind kontraproduktiv für die Tourismuswirtschaft und das Image des Urlaubslandes Bayern.“ Es sei falsch zu glauben, mit neuen Abkassiermethoden der Übernachtungsgäste die kommunalen Haushalte sanieren zu können. „Statt auf diese Weise unsere Gäste zu vergraulen, sollten sich Kommunen und Hoteliers für höhere Einnahmen lieber um mehr Gäste bemühen. Das erreichen wir nicht mit einem schlechteren Preis-Leistungsverhältnis, sondern nur mit besserer Qualität und zusätzlichen Investitionen“, so Zeil. Zudem äußerte sich Zeil skeptisch an der Rechtmäßigkeit einer solchen Abgabe, weil es seiner Meinung nach eine Doppelbesteuerung sei.

Das Aufkommen der Bettensteuer in Köln soll der Förderung der Kultur dienen. „Damit werden die Urlaubsgäste doppelt abkassiert. Sie sind es, die in großem Maße kulturelle Einrichtungen wie städtische Museen besuchen und dafür regulär Eintritt bezahlen“, so Zeil. Auch Geschäftsreisende würden mit solchen unverständlichen Abgaben abgeschreckt. In Köln hat der Stadtrat gestern eine so genannte „Bettensteuer’“beschlossen. Künftig müssen Übernachtungsgäste einen zusätzlichen 5-prozentigen Aufschlag zum Zimmerpreis zur Förderung der Kultur in der Domstadt bezahlen.

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