Zum einen war es der verregnete Sommer, der den Erlösen der bayerischen Brauwirtschaft zu schaffen machte. Zum anderen liegt es am viel zitierten demographischen Wandel, der zur „unbefriedigenden Mengenentwicklung“ mit beitrug. Der Pro-Kopf-Verbrauch der Deutschen wird in den nächsten fünf Jahren definitiv weiter sinken. Hier helfe keine wilde Aktionitis vieler Brauereien. „Im Gegenteil“, so Weiß, „Denn trotz sinkender Preise trinkt der Durchschnittsbürger immer weniger.“
Derzeit liegt der jährliche Bierkonsum es bei rund 106 bis 107 Liter (inklusive alkoholfreier Biere). Den Ausweg aus diesem Dilemma sieht Weiß in: „existenzsichernder Wertigkeit“, sprich Qualitätsoffensive bei gleichzeitig höheren Verkaufspreisen. Ein denkbarer Ausweg. Immerhin – so GfK-Untersuchungsergebnisse – ist der Verbraucher bereit, qualitativ hochwertige Produkte entsprechend zu honorieren.
Zudem habe die Branche erkannt, dass verbraucherseits dem Bier steigende Wertschätzung entgegengebracht wird – sofern Bier entsprechend wertig angeboten wird. Es verwundert daher nicht, dass die große Nachfrage - z.B. aus der Gastronomie - nach Ausbildungsangeboten zu Bierbotschaftern und Biersommeliers gewachsen ist.
Eine weitere Chance für die bayerische Braubranche sieht Weiß im Export heimischer Biere. Hier können die bayerischen Brauer mit der Vielfalt bayerischer Biere und deren weltweit herausragendem Ruf punkten. Nicht zuletzt werde diese Behauptung durch die eingetragene Bezeichnung „Bayerisches Bier“ als geschützte geographische Angabe belegt.
Weitere Informationen:
www.bayerisches-bier.de
