Galapagos-Trüffel, Höllengeister-Trüffel oder Kalamansi-Trüffel – so bunt und vielfältig wie die Namen waren auch die Geschmacksrichtungen der Trüffelpralinen, die zur Prüfung 2011 eingereeicht worden waren.
Nicht uninteressant im Geschmack erwies sich etwa der Landbiertrüffel mit karamelisiertem Gerstenkorn als Dekoration. Eine Renaissance für Eierlikör-, Rum-, Mokka- und Sahnetrüffel war unverkennbar. Insgesamt beteiligten sich 18 Betriebe, die 50 verschiedene Proben eingeschickt hatten.
Auch diesmal setzte sich die Jury aus den bewährten Prüfern zusammen: Heinrich Derr, Konditormeister in München, Mitglied des Meisterprüfungsausschuss, Wolfgang Rother, Konditormeister in München, Mitglied des Meisterprüfungsausschuss und vereidigter Sachverständiger im Konditorenhandwerk sowie Franz Wenninger, Konditormeister aus Landshut und stellvertretender Obermeister. Sie vergaben bei der Trüffel-Prüfung 45 mal Gold und 5 mal Silber.
Die Pralinenprüfung hat sich mittlerweile zum Hit entwickelt. Ab 2012 soll sogar das ganze Pralinensortiment „prüfungswürdig“ gemacht werden. Und noch eines: „Wir überlegen, ob und wie wir zukünftig sogar die 'Praline des Jahres' ausloben werden“, plauderte Franz Wenninger aus dem Nähkästchen, ohne sich freilich zu näheren Details hinreißen zu lassen.
Zur diesjährigen Osterfladenprüfung haben sich weniger Betriebe mit ihren Produkten angemeldet. Eine handfeste Begründung für diese Tatsache vermochte die Jury allerdings nicht zu geben. Dennoch, die Zahl der sehr guten Osterfladen war enorm. Nur einige, wenige Osterfladen waren zu „stollenlastig“, will heißen zu schwer und zu fett. Von den 30 eingereichten Produkten erzielten 19 Gold und 11 Silber.
[Text und Fotos: Brigitte Karch]
