Die Rückkehr der meisten Wiesnwirte in den BHG-Kreisverband München lies die Zahl der Mitglieder auf 1111 nach oben schnellen. Netzwerke zu allen wichtigen Partnern, das Diskussionsende um die Einführung einer so genannten Bettensteuer sowie der Wegfall der Trinkgeldsteuer zählten zu den positiven Highlights in 2010. Eine erfreuliche Bilanz, die BHG-Kreisstellen-Vorsitzender Dipl.-Kfm. Dipl.-Kfm. Conrad Mayer, mit guten Selbstbewusstsein den Mitgliedern vortragen konnte.
München verfügt derzeit über 339 Beherbergungsbetriebe mit 55.100 Betten. Rund 8.000 Gastronomie-Betriebe mit einer jährlichen Fluktuation von rund 1.500 Betrieben stellen mittlerweile nicht mehr nur ein „Gewerbe sondern eine Tourismusindustrie“ dar, unterstrich der Vorsitzende. Immerhin betrugen in 2009 die touristischen Bruttoumsätze in München 6,74 Mrd. Euro. Das touristisch bedingte Steueraufkommen erreichte rund 1,5 Mrd. Euro. Die Münchner Hotellerie und Gastronomie sind – nach dem Einzelhandel „ein wesentlicher Teil", so Mayer.
Im Hinblick auf die Städte Wien, Berlin und Hamburg sei es allerdings höchste Zeit, mit allen Beteiligten Strukturen zu entwickeln, wenn München keine Marktanteile verlieren will, warnte Mayer. Die „sehr enge Zusammenarbeit mit der IHK München“ sei in diesem Zusammenhang hervorzuheben. Es werde unter anderem an dem „Gastro-Management-Pass“, einem seit Jahrzehnten vom BHG geforderten Qualifizierungsnachweis für Wirte, gearbeitet, wie der Vorsitzende am Rande der Jahreshauptversammlung erwähnte.
Birgit Netzle-Piechotka, stellvertretende Vorsitzende, lies das Jahr 2010 Revue passieren. Dazu zählten etwa so markante Einschnitte wie etwa bei den Lebensmittelhygienerichtlinien und deren zunehmend stringente Umsetzung mit empfindlich spürbar Bußgeldverhängungen. Das Rauchverbot hat insbesondere die kleinen Kneipen betroffen, hier drohen auch in Zukunft noch
einige Insolvenzen. Themen wie drohendes Verbot von Spielautomaten oder der Dauerbrenner die Benachteiligung der Gastronomie, die mit 19 % Mehrwertsteuer im Vergleich zu den Bäckereien und Metzgereien mit 7 % nach wie vor benachteiligt sind, standen ebenfalls auf dem Tapet.
Angesichts neuer Gastronomiekonzepte, die bestehende Betriebe in München ablösen. „Multi Kulti wird ganz groß geschrieben und ist ein fester Bestandteil unserer gastronomischen Szene geworden“, erklärt Birgit Netzle-Piechotka und bedauert zugleich: „Erschreckend, dass nur noch 8 % der Restaurants bayerisch sind. Für unsere Touristen, besonders den Tagestourismus, ist es in der Innenstadt einer der wichtigsten Wirtschaftsfaktoren, authentische bayrische Küche mit Münchner Bier anzubieten.“
Nicht unerwähnt lies die stellvertretende Vorsitzende die Tatsache, dass der „Münchner-Sternehimmel“ um drei Betriebe reicher geworden ist. Das sind: Das Atelier im Bayerischen Hof unter der Leitung von Steffen Mezger, das Restaurant im Olympiaturm „181 First“ mit Otto Koch sowie das Restaurant Schweiger² mit Andi und Franziska Schweiger.
Weitere Redner waren: Stefan Bruckner, Marketing Direktor der Bewerbungsgesellschaft München 2018; Wolfgang Schwatke, Abteilung Lebensmittelüberwachung des KVR München, sowie Bezirksgeschäftsführerin Susanne Gruber und die stellvertretende Bezirksgeschäftsführerin Alexandra Huber.
[Unveränderte Vorstandsschaft]
Bei der angesetzten Neuwahl des Kreisvorstandes blieben die bisherigen Positionen unverändert:
Vorstand der Kreisstelle Kreisvorsitzender: Dipl.-Kfm. Dipl.-Kfm. Conrad Mayer, CONRAD-HOTEL de Ville, München
Stellvertreterin: Birgit Netzle-Piechotka, Gaststätte Asam-Schlössl, München
Stellvertreter: Martin Stürzer, Hotel Europäischer Hof
Schriftführer: Christian Schottenhamel, Isar Gastronomie GmbH
Kassier: Toni Winklhofer, Ratskeller, München.
Weitere Informationen:
www.dehoga-bayern.de
