Der thematische Dauerbrenner „Mehrwertsteuer-Reduzierung auch für die Gastronomie“ löst mittlerweile in der Branche soviel Unmut aus, das Brandl mit seiner stellenweise sehr emotional vorgetragenen Rede immer wieder von Beifall, Bravorufen und Trillerpfeifengetöse unterbrochen wurde.

Kernpunkt seiner Aussagen waren sattsam bekannte Argumente wie die Forderung nach konsequent fairen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen durch die Politiker, die aber „offenbar vergessen haben, was sie uns vor der Wahl versprochen haben“. Brandls unermüdlich vorgetragene Forderungen: gleiche Wettbewerbsbedingungen im Inland gegenüber Fast- und Junk-Food, Bäckern, Metzgern und Einzelhandel und ebenso im Ausland „wie sie in all unseren Nachbarländern herrschen, die in 24 von 27 EU-Staaten teils schon lange gegeben sind.“ Dezidiert bedankte sich Brandl jedoch bei der CSU und der bayerischen FDP und – wie er später nachsetzte - auch bei den Freien Wählern, die „trotz aller Angriffe zu ihrem Wahlversprechen stehen.“

Gleichwohl sparte der DEHOGA-Bayern-Präsident mit geharnischter Medienschelte keineswegs. Vor allem Printmedien nahm Brandl von seiner Kritik nicht aus, die selbst von der 7% MwSt. profitieren. Wörtlich sagte Brandl: „Eine Presse, die sich der Abhängigkeit von Politikern von ihrem Wohlwollen sehr bewusst ist und dies, zumindest könnte man den Eindruck gewinnen, für die eigenen Interessen nutzt ....“

Mit einer mehr oder weniger deutlichen Warnung „Wir haben schon einmal für unsere berechtigten Forderungen gekämpft und werden es notfalls wieder tun“ beendete der DEHOGA-Bayern-Präsident seine Rede. Standing Ovations und viel Beifall gab's von den Mitgliedern.

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