Lächelt der Patron aller Konditoren? Könnte sein, denn die Ergebnisse der Qualitätsprüfung 2911 des bayerischen Konditorenhandwerks sind wieder sehr erfreulich.
Die Elisenlebkuchen-Prüfung fand bereits zum 16. Mal statt, die Bewertung der Stollen zum 18. Mal. Für die Elisenlebkuchen vergab die Jury – bestehend aus dem stellvertretenden Obermeister der Konditoren-Innung Altbayern /Franken Franz Wenninger, dem vereidigten Sachverständigen für Konditoreifragen und Mitglied des Meisterprüfungsausschusses Wolfgang Rother und Konditormeister Heinrich Derr – 63-mal Gold und zwölfmal Silber, ein wahrhaft glänzendes Ergebnis.
Vom Ergebnis der Stollenprüfung war die Jury nicht so begeistert, 39-mal Gold und 40-mal Silber kamen heraus. Im Vorjahr hatte es mehr Gold geregnet. 2011 erwiesen sich etliche der eingereichten Stollen als zu trocken und zu schüchtern gewürzt. Aber Klasse waren sie dennoch allesamt und erfüllen die Genusskriterien für das jahrhundertealte Weihnachtsgebäck.
Am liebsten essen die Kunden nach wie vor den traditionellen Stollen mit Rosinen, gefolgt vom Mandelstollen, Mohn- und Nussstollen. Eher exotische Variationen wie Kokosstollen und Cranberrystollen haben ihre Fans, liegen aber auf der Beliebtheitsskala doch leicht abgeschlagen.
Mit den Prüfungen will der Landesinnungsverband auf die hohen Qualitätsansprüche, die Tagesfrische und Individualität der Konditoreierzeugnisse hinweisen. Kunden schätzen es, wenn die Urkunden in den Geschäften von der Qualität der Produkte künden. Der Landesinnungsverband plant, unter dem Aspekt „geprüfte Konditorenqualität“ künftig auch Baumkuchen, Früchtebrot unter die Lupe zu nehmen.
Insgesamt beschäftigen die bayerischen Konditorei-Cafés rund 9000 Mitarbeiter und setzen ca. 322 Mio. Euro um (2010). Im Landesverband sind aktuell 420 Konditoreien plus ca. 380 Filialbetriebe organisiert. Übrigens: Es gibt noch freie Lehrstellen, speziell im Verkauf!
[Text und Foto: Doris Losch]
Weitere Informationen:
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(Der Link wurde am 06.02.2011 getestet.)
