DEHOGA-Bayern-Präsident fordert energisches Entgegensteuern. „Die Banken haben sich bei Geschäften, mit denen unsere Branche nicht einmal in Berührung kommt, verzockt und wir Kleinen sollen die Zeche zahlen“, so Ulrich N. Brandl, Präsident des Bayerischen Hotel- und Gaststättenverbandes DEHOGA Bayern, „Das Gastgewerbe ist zu weit über 90 Prozent klein- und mittelständisch geprägt, es käme einer wirtschaftlichen Katastrophe gleich, würden unsere Betriebe noch schlechter an dringend benötigtes Fremdkapital kommen.“

Brandl weiterhin: „Der Mittelstand war während der Wirtschaftskrise einmal mehr die Stütze und nicht der Sargnagel der Bankenwelt. Hier gilt es jetzt politisch entschieden gegenzusteuern um die Kreditproblematik für den Mittelstand nicht noch weiter zu verschärfen. In diesem Punkt steckt das bayerische Gastgewerbe inhaltlich voll hinter den von Stephan Götzl, Präsident des Genossenschaftsverbands Bayern, formulierten Forderungen.“

Dieser hatte in einem Gastkommentar im Bayernkurier angemahnt, die Baseler Vorgaben risikogerecht anzupassen. Neben einer Korrektur der Risikogewichtung bei Mittelstandskrediten müsse laut Götzl die regulatorische Definition von diesen Krediten der Realität angepasst werden. Derzeit sei sie viel zu eng gefasst, so dass ein Teil der mittelständischen Kreditvergabe bei der Eigenkapitalfestsetzung nicht als solche anerkannt und somit verteuert werde. Durch diese wenigen Maßnahmen ließe sich eine drohende Kreditklemme vermeiden.

„Sollte Basel III im kommenden Jahr wirklich so in Kraft treten“, so Brandl, „würde dies Arbeits- und Ausbildungsplätze im gesamten Land kosten und dem Staat und den Kommunen würden essentiell wichtige Steuerzahler wegbrechen.“

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