Hauptabnehmer des exportierten Käses aus Bayern sind Frankreich, Italien und Österreich. Aber auch in den jungen EU-Mitgliedsstaaten Polen, Tschechien und Ungarn steigt die Nachfrage nach Käseprodukten aus dem Freistaat. Gute Absatzmöglichkeiten seien auch in den neuen Beitrittsländern Rumänien und Bulgarien zu erwarten.
Bayern hat sich in den vergangenen Jahrzehnten zu einer der bedeutendsten Milcherzeugerregionen Europas und zum Käseland Nummer eins in Deutschland entwickelt. 2006 wurden im Freistaat rund 790000 Tonnen Käse (im Vorjahr + 4 %) hergestellt. Damit kommen rund 38 Prozent des deutschen Käses und rund neun Prozent der europäischen Käseerzeugung aus Bayern. In der Rangliste der größten europäischen Käseproduzenten liegt Bayern nach Deutschland, Frankreich und Italien noch vor den Niederlanden an vierter Stelle. Die höchsten Zuwachsraten wurden beim Weichkäse verzeichnet. Vor allem Mozzarella aus Bayern ist sehr gefragt: Hier stieg die Produktion im vergangenen Jahr auf insgesamt rund 126000 Tonnen (i.V. +16 %). Insgesamt werden derzeit in Bayern rund 400 verschiedene Käsesorten hergestellt.
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Bayerischer Käse ? ein Exportschlager
Bayerns Landwirtschaftsminister Josef Miller teilte auf der Internationalen Grünen Woche (IGW) in Berlin mit, dass der Exportwert in den ersten drei Quartalen 2006 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um zehn Prozent auf knapp 819 Millionen Euro gestiegen sei.
Von Brigitte Karch
