In den letzten Jahren haben die Regierungen sowohl in den USA als auch in Europa Agrarprodukte als Energieträger entdeckt. Die Produktion von biogenen Kraftstoffen wird zum Teil mit umfangreichen Subventionsprogrammen angekurbelt. Eingesetzt werden insbesondere Agrarrohstoffe; dieses hat Auswirkungen auf die Nachfrage und damit auf die Preisentwicklung. Überdies sind die Lagerbestände EU-weit aufgrund von Ernteausfällen geschrumpft. Sie können weitere Mengenschwankungen nicht mehr ausgleichen. Hinzu kommt eine zunehmende Nachfrage nach Getreide – insbesondere im asiatischen Bereich.
Die Preise für Getreide haben sich seit 2005 in Deutschland verdreifacht. Alleine im Jahr 2007 sind sie um über 100 % gestiegen.
Aufgrund von Produktionsengpässen von Vorlieferanten ist die Spirituosenbranche u. a. mit drastisch gestiegenen Glas-Preisen konfrontiert. Die Spirituosenfirmen des BSI werden auch zukünftig auf traditionelle Einweg-Glasverpackungen nicht verzichten können.
Aus diesen Gründen können einige Mitgliedsfirmen des BSI eine Anpassung der Verbraucherpreise nicht ausschließen.
"Höhere Rohstoffpreise dürfen nicht zu einer Minderung der Qualität führen. Wir halten an Qualität fest", so der Präsident des BSI, Wilfried Mocken. "Aber Qualität hat eben ihren Preis!".
Branchennews
BSI: Spirituosenbranche schließt Preiserhöhungen nicht aus
Mit großer Sorge verfolgt der BSI den zunehmenden Druck in Bezug auf etwa steigende Energie-, Rohstoff-, Transport- sowie Verpackungskosten.
Von Brigitte Karch
