Die Bayerische Brauwirtschaft steigerte ihren Gesamtbierabsatz um 0,1 % auf insgesamt 22,9 Mio. Hektoliter und konnte das Jahr 2007 mit einer "schwarze Null" abschließen. Das Ergebnis kann sich insofern sehen lassen, als der bundesweite Bierabsatz ein herbes Minus von 2,7% verzeichnen musste. Wie Dr. Lothar Ebbertz, Hauptgeschäftsführer im Bayerischen Brauerbund e.V., mitteilte, sei die positive Entwicklung in Bayern vor allem auf den "enorm gewachsenen Export" mit einem Wachstum von 20% auf über 3,5 Mio. Hektoliter zurückzuführen – ein Erfolg, der aufgrund "kontinuierlich steigender Beliebtheit bayerischer Biere und hoher Brauereikompetenz" resultiere.
Insgesamt ist der Bierkonsum in Deutschland den vergangenen Jahren jedoch stetig zurückgegangen. Im Jahr 2006 erreichte der Pro-Kopf-Bierverbrauch 116 Liter, während er in 1991 noch bei 145 Litern lag. Als Ursachen für diese Entwicklung nannte Manfred Weiß, Präsident des Bayerischen Brauerbundes, insbesondere die gewandelten Verbrauchergewohnheiten.
Weiss wandte sich in seinem Statement ungewöhnlich heftig gegen einen mittlerweile "blindwütigen Kampf gegen den Alkoholmissbrauch" sowie gegen "die genussfeindliche Bevormundung und Gängelung von Menschen, ...die ein Ende haben muss." Grundsätzlich ist sich die Brauwirtschaft mit der Politik einig, dass Alkoholmissbrauch vor allem von Kindern und Jugendlichen bekämpft werden muss. Dies habe man auch in einem "Brauerkodex" nach außen hin sichtbar gemacht. Als "Gipfel der Lächerlichkeit" nannte Weiss jedoch den Vorwurf, Biermischgetränke wie Radler, Russ und Colaweiße seien jetzt die neuen Verführer der Jugend und verantwortlich für das Komasaufen.
Das neue Gesundheitsschutzgesetz hat in Baden-Württemberg (seit August 2007) und in Bayern (seit Januar 2008) zwischen 10 bis 30 % klassischer Einraumlokale wie Kneipen und Dorfwirtschaften zum Aufgeben gezwungen. Der Bayerische Brauerbund hatte vor Verabschiedung des härtesten Gesundheitsschutzgesetzes in Bayern jedoch vergeblich für eine Regelung mit Ausnahmen gekämpft. Im Übrigen unterstützt der Bayerische Brauerbund den Verein zum Erhalt der bayerischen Wirtshauskultur (VEBWK) ideell und finanziell, um eine angestrebte Verfassungsklage gegen das strikte Raucherverbot zu erwirken.
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(Der Link wurde am 09.02.2008 getestet.)
