Unter dem Thema "Erfolgsfaktor Mensch – unverzichtbarer Wettbewerbsvorsprung!" diskutierten der Bayerische Ministerpräsident Dr. Günther Beckstein (Mdl), Prof. Dr. Marion Schick, Präsidentin der Hochschule München, Prof. Dr. Fritz Wickenhäuser, Präsident und Hotelier, Ingrid Obermeier-Osl, Präsidiumsmitglied BDS/DGV, sowie Richard Schaurich, Vorsitzender BDS/DGV München, Finanzdienstleister. Die Moderation hatte Susanne Franke, Journalistin und Fernseh-Moderation BR-Rundschau übernommen. Kurz gefasstes Fazit: Der Mensch ist ein entscheidender Erfolgsfaktor für die mittelständische Wirtschaft, was auf Dauer nur dann gelingt, wenn eine entsprechende Unternehmenskultur anzutreffen ist.
Einer Studie zufolge sind 97 Prozent der befragten Unternehmen davon überzeugt, das Mitarbeiter von großer Bedeutung sind. Doch aufgrund von mangelnder Bindung an ein Unternehmen entsteht ein geschätzter gesamtwirtschaftlicher Schaden von rund 250 Mrd. Euro. Professionelles Personalmanagement könnte hier Abhilfe schaffen – so die einhellige Meinung der Diskussionsteilnehmer. Mitarbeiterbindung ans Unternehmen erzielt man zum einen durch Motivation, was sich beispielsweise in fairen Löhnen manifestiert, zum anderen aber auch durch Übertragung von selbst verantwortlich zu erfüllenden Aufgaben.
Weiterbildung bedeutet für 83 Prozent der Unternehmer die "Strategie der Zukunft" - so ein weiteres Ergebnis der Studie. Demzufolge gelte es, dem Fachkräftemangel entgegen zu wirken. Hier haben kleine und mittlere Unternehmen insofern die Nase vorn als sie im Vergleich zu Großunternehmen mehr Ausbildungsverhältnisse bieten. Nicht zuletzt ergeben sich dabei für mittelständische Betriebe besondere Chancen, die besten Auszubildenden zu übernehmen; dennoch verlieren sie oftmals den Kampf um die qualifiziert ausgebildeten jungen Menschen. Ein Weiteres: Unternehmen, denen es gelingt, den Mitarbeitern die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu ermöglichen, erhöhen deren Motivation im Unternehmen zu verbleiben.
In jedem 5. Unternehmen steht die Nachfolge an. "Das ist ein individuelles Problem und ein langfristiger Prozess", erklärt Prof. Wickenhäuser. In diesem Zusammenhang sicherte Ministerpräsident Günther Beckstein zu, sich für das so genannte Abschmelzmodell der geplanten Erbschaftssteuer für Unternehmen einzusetzen. "Auch das ist eine Motivation für jungen Menschen, in ein Unternehmen einzusteigen", betonte Beckstein.
Abschließend resümierte Prof. Wickenhäuser: "Kleine und mittlere Unternehmen sollten das freiwillige Miteinander von Alt und Jung, Mann und Frau sowie Innovation und Marketing so gestalten, dass alles gut funktioniert. Eine sichtbar gelebte Teamfähigkeit aller in einem Unternehmen tätigen Menschen, das wird vom Kunden auch in Zukunft honoriert! Unsere Aufgabe ist es, die junge Generation für den Betrieb zu begeistern; denn das ist unsere Zukunft!"
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