Die Kritikthemen, die der Hotellerie- und Gaststättenbranche auf den Nägeln brennen, sind sattsam bekannt. Neu jedoch ist, dass die Aufforderung an die Landes- wie auch Bundespolitik, für die Branche spürbar erleichternde Rahmenbedingungen zu schaffen, zunehmend schärfer wird.

So hat der BHG ein Papier "Wahlprüfsteine zur bayerischen Landtagswahl" an die Gäste verteilen lassen. Dieses Statement mit insgesamt neun Themen (Mehrwertsteuer, Erbschaftssteuer, Mindestlohn, Jugendarbeitsschutzgesetz, Bayerisches Gaststättengesetz, Öffnungszeiten für die Außengastronomie, Gesundheitsschutzgesetz, Verwertungsgesellschaften und Rundfunkgebühren) werde auch an alle Parteien im bayerischen Landtag versandt mit der Bitte um Stellungnahme. "Die Ergebnisse werden wir an unsere BHG-Kollegen weiterleiten, die sich dann selbst ein Bild machen können", erläuterte Siegfried Gallus.

Gebetsmühlenartig wies der BHG-Präsident darauf hin, dass die Branche mit einem Wirtschaftspotenzial von 25 Mrd. Euro, wobei rund 560.000 Menschen ihr Einkommen im Tourismus verdienen, "der Hauptleitungsträger des Tourismus in Bayern" sei. Angesichts der bevorstehenden Landtagswahlen in Bayern am 28. September 2008, will Gallus „Stimmung an unseren Stammtischen machen, um die Wähler entsprechend zu mobilisieren." Und: "Es kann und es wird nicht mehr so weitergehen, bis bisher!" lautete eine seiner zentralen Aussagen. Auch an die Adresse des Deutschen Industrie- und Handelstages wandte sich der BHG-Präsident und forderte vehement mehr Solidarität für das bayerische Gastgewerbe ein.
[Brigitte Karch ]

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