Dabei setzt der BHG auf enge Kooperation mit der neuen Staatsregierung. Optimistisch ist man seitens des BHG, denn die neue Regierungsspitze verheißt ein klares Bekenntnis zum „Tourismusland Nummer Eins in Deutschland“ und der Gesundheitsregion Bayern, die durch ein Maßnahmenbündel neue Impulse erhalten sollen. Hier führen alt bekannte Stichworte wie "Stille Tage", Lockerung des Rauchverbotes, Benzintourismus, Mehrwertsteuer, niedriger Rundfunkgebühren die Hitliste der BHG-Forderungen an. Siegfried Gallus geriet in verhaltene Euphorie, sollten "die geplanten Verbesserungen der Rahmenbedingungen für den bayerischen Mittelstand sowie die Förderung der Selbständigkeit ... und die Regionalförderung ´auf hohem Niveau´ fortgesetzt werden." Wenn dann noch staatliche Förderprogramme vereinfacht und zugleich detaillierte Einzelprogramme durch pauschale Zuweisen ersetzt würden – so der BHG-Präsident – sei dies ein "mittelstandspolitischer Quantensprung".
In der sich anschließenden Diskussion wurde das Thema "Neuwahlen des BHG-Präsidiums" nicht ausgespart. Mit knapp 80% war Siegfried Gallus von den Landesdelegierten in Augsburg erneut zum BHG-Präsidenten gewählt worden. Im Vorfeld war es zu einer in die Öffentlichkeit getragenen Auseinandersetzung um den Führungsstil von Siegfried Gallus gekommen. Nach einem klärenden Gespräch zog der 1. Vizepräsident Ulrich N. Brandl seine Bewerbung zum Präsidenten zurück. Gallus war damit alleiniger Kandidat und wurde in seinem Amt als Präsident bestätigt. Gewissermaßen im Gegenzug versprach Gallus mehr Teamarbeit und bessere Informationsqualität.
