Im Mittelpunkt der Reise von Südtirol bis Sizilien standen Wein, Olivenöl, natürlich auch Pasta und Antipasti. Wie immer drängten sich die Besucher auf den Seminaren mit ihrer Kombination aus Küche und Keller. Journalistin, Buchautorin und Weinexpertin Monika Kellermann beispielsweise widmete sich u.a. dem „Weißen Mythos der Magna Grecia, den Weinen Greco di Tufo und Fiano di Avellino aus Kampanien, und führte in die wunderbare Welt des Olivenöls ein. Rasse und Klasse der Südtiroler Rotweine legte Gourmet’s Italia-Organisator Helmut Köcher den Besuchern nahe. Wein-Journalist Jossi Loibl präsentierte Rotweine der Toscana und ihre Terroirs.

Immer beliebter werden auch bei den italienischen Weinen jene aus autochthonen Rebsorten, von denen es in ganz Italien rund 350 staatlich anerkannte Sorten gibt. Ein Aufsteiger ist z.B. der Nero d’Avola.

Auch beim Kochen ist no business like showbusiness: Sternekoch Alfonso Caputo von der Taverna del Capitano in Neapel und Küchenchef Ciro Simeoli vom Resort Aquapetra kochten mit Bravour und viel Show-Effekten hausgemachte Vermicelli trafilati mit Sardellen, Kapern und Oliven sowie Rotbarsch mit Kartoffeln – raffiniert als plattgewalzter „Kartoffelstrudelteig“ mit einem Spezialgerät hergestellt – und acqua pazza („verrücktes Wasser“). Beide Chefs huldigen der gesunden, naturbelassenen Küche Kampaniens. Toscanisches Wild bereitete Moreno Cardone vom Ristorante L’Uva e il Malto (Traube und Malz) in Grosseto zu: Parmesan-Korb mit Wildschwein–Bocconcini und Lorbeer.

Besonderer Applaus gebührt dem erst 19 Jahre jungen Elias Schwienbacher vom Hotel Arnstein im Südtiroler Ultental. Seine Topfen-Maultaschen mit Südtiroler Spargel und Parmesn-Hippe überzeugten alle Anwesenden von den Talenten des neuen Sterns am Promi-Koch-Himmel.

Was wäre Italien ohne caffè? Eben. Daher durfte auch ein Seminar zum Thema „Unterschiede zwischen den Kaffeebohnen Araica und Robusta“ von Damian Burgess, Trainer und Qualitätsmanager der Vergnano Franchiseobjekte, nicht fehlen.

Beim Giro d’Italia kulinarisch fiel an den einzelnen Tischen u.a. ein Pasta-Anbieter auf mit einer neuen Kreation: eine Nudel, die sich beim Kochen zu einer Rose entfaltet – der richtige Auftakt für ein romantisches Abendessen.

Dr. Alessandro Marino, Geschäftsführer der Italienischen Handelskammer München, lobte das Münchner Publikum als kompetent und begeisterungsfähig: Gourmet’s Italia München ist ein exklusives Treffen, das das Beste vom Besten bietet... sämtliche Betriebe sind Resultat einer kontinuierlichen Auslese nach Vollkommenheit und Vollendung in Geschmack und Qualität“. Na, und da ist das genusssüchtige München wahrlich die richtige „Location“. Nach München tourt die Veranstaltung u.a. durch Russland (Moskau, St. Petersburg, Kiew) und die baltischen Staaten.
[Text und Fotos: Doris Losch]

Weitere Informationen:
www.italcam.de
www.meranwinefestival.com