Mit Hilfe eines Buches versuchte der studierte Agrarwissenschaftler bereits auf eigene Faust, Weißbier zu brauen, aber ob es wie ein typisches Weissbier schmeckte, konnte er nicht beurteilen, "dazu fehlte mir einfach der Vergleich," so der fünffache Familienvater.
Daher fasste Fausto einen neuen Plan und bewarb sich um ein Praktikum im Bier-Eldorado Bayern. Auf eine Empfehlung kam er zu Schneider Weiße. Seit Anfang September weicht er den Weißbierbrauern dort nicht mehr von der Seite. Während seinem Praktikum durchläuft er alle Stationen: vom Sudhaus über den Gärkeller bis hin zur Füllerei. Darüber hinaus lernt er auch das Labor kennen und alle Qualitätsprozesse.
"Wir haben eine einzige lokale Brauerei. Sie ist in Staatsbesitz und stellt auch nur ein einziges Bier her. Die Leute in Honduras wissen weder, dass es unterschiedliche Biersorten gibt, noch dass es spezielle Gläser gibt, aus denen man diese trinkt." In Honduras will Fausto daher auch Bierkultur vermitteln.

Ende Oktober geht Fausto Yushan wieder zurück zu seiner Familie nach Honduras. Hauptberuflich wird er dort weiterhin als Kreditmanager bei der Staatsbank arbeiten. Brauen wird er in seiner Freizeit. Seine Frau kümmert sich dann um den Betrieb der Gaststätte.