Die drei Konditorenmeister Gerhard Schenk, stellvertretender Landesinnungsmeister, Wolfgang Rother, gerichtlich vereidigter Sachverständiger für Konditoreifragen aus München sowie Heinrich Derr aus München begutachteten kritisch in Blindverkostungen die zahlreich eingesandten Stollen und Elisenkuchen. Keine leichte Aufgabe, immerhin galt es, 121 Stollen und 124 Elisenlebkuchen hinsichtlich dem äußeren Erscheinungsbild, Anschnitt, Geruch und Geschmack objektiv zu testen. Die Proben kamen aus ganz Bayern, aber auch aus dem übrigen Bundesgebiet.
Kurzgefasstes Ergebnis: Bei der Stollenprüfung gab es 48 mal Gold und 59 mal Silber. Bei der Prüfung der Elisenkuchen konnten die Jury sogar 85 mal Gold und 35 mal Silber vergeben. Jeder ausgezeichnete Betrieb erhält eine Urkunde und die entsprechenden Plaketten. Beides dient dazu, die Endverbraucher auf die hohen Qualitätsansprüche, Tagesfrische und Individualität der Konditoreiprodukte hinzuweisen.
"Betriebe, die keine ausreichende Punktzahl bei der Bewertung erreichen, werden von uns über die Produktfehler informiert" so Wolfgang Rother und ergänzt: "So können die Betriebe noch vor dem einsetzenden Weihnachtsgeschäft die Fehler korrigieren." (bk)
Im Blickpunkt
Stollen- und Elisenlebkuchenprüfung 2006: Test-Marathon der Extraklasse
Pistazienstollen, Macadamia-Stollen oder Früchtestollen – die dreiköpfige Jury hatte zur 13. Stollen- und zugleich zur 11. Elisenlebkuchenprüfung des Landesinnungsverbandes des bayerischen Konditorenhandwerks (LIV) diesmal auch Stollen mit neuen, recht ungewöhnlichen Füllungen zu testen.
Von Brigitte Karch
