Keinen Geringeren als Dr. Edmund Stoiber hatte Wiesnchefin Dr. Gabriele Weishäupl direkt auf die Theresienwiese einfliegen lassen, auf dass er die diesjährige Krugrede halte. Dabei war von Schaum die Rede, der immer die erste Wiesnmaß fülle, und die der Münchner OB Ude, sofern er denn, äh, Ministerpräsident werden würden täte, dann schlucken müsse, quasi als Konsequenz seiner eigenen Schaumschlägerei.

Kabarettist und Stoiber-Double Wolfgang Krebs erfreute das geladene Publikum mit spritzigen Ideen. Als er aber den Wiesnkrug mit seinem Konterfei als Wiesnkrug 2011 „verkaufen“ wollte, schritt die Wiesnchefin ein und tauschte das Exemplar gegen den richtigen Krug aus.

Von diesem gibt es rund 70.000, davon eine limitierte Anzahl mit Zinndeckel, der heuer den Lohnkutscher Xaver Krenkl zeigt als Auftakt zu einer Deckelserie mit Münchner Originalen. Krenkl überholte einst König Ludwig I. – was verboten war - mit dem frechen Spruch „Wer ko, der ko“.

Der Wiesnkrug 2011 zeigt ein tanzendes nostalgisches Trachtenpaar vor Kettenkarussell und und Riesenrad, das offizielle Wiesnplakat. Schöpfer des Motivs ist Wolfgang Haas, Student der städtischen Designschule München.
Nach Krugpräsentation und Krugrede war das Krugessen an der Reihe – gefüllte Schweinsbrust mit Kartoffel-Gurkensalat. Fein.
[Doris Losch]

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