So etwa beim Ratskeller in München. Bereits vor mehr als zehn Jahren suchten die Pächter dieses Traditionslokals, Peter Wieser und Toni Winklhofer, durch die damaligen Lebensmittelskandale aufgeschreckt, nach neuen Wegen. Dabei habe immer die Qualität im Vordergrund gestanden. "Und das es die nicht in der Billigvariante gibt, ist auch klar", führt Winklhofer weiter aus. Darüber hinaus würden immer mehr Menschen unter Allergien leiden und müssten sich bewusst ernähren. Diese habe den Küchenmeister vom Ratskeller, Michael Schubaur, seit jeher vor besondere Herausforderungen gestellt.
Zweiter Grund seien seine Wurzeln in der Landwirtschaft, wie Winklhofer weiter erläutert. Die Kombination aus der Liebe zur Natur und dem eigenen konsequenten Verhalten in Sachen Umweltschutz habe schließlich dazu geführt, den Betrieb bio-zertifizieren zu lassen. Seit Mai dieses Jahres darf der Ratskeller daher auf seiner Speisenkarte das geschützte "Bio-Logo" verwenden. "Wir bieten 'Bio' mit fränkisch-regionalen Akzenten ", spezifiziert Peter Wieser.
In einem eigenen Bio-Kochbereich in der Küche werden die Speisen gesondert zubereitet, vier Köche der insgesamt 40-köpfigen Mannschaft tragen für den Biobereich Verantwortung. Durch eine gesonderte Ausgabentheke können zudem keine Verwechslungen entstehen.
[Hintergrund:] Den Ratskeller gibt es seit 1874. Nach wechselhafter Geschichte eröffnete am 26. Juni 1975 das Pächterehepaar Christian und Maria Wieser den Ratskeller. 1986 kamen deren Sohn Peter Wieser und Schwiegersohn Toni Winklhofer als Mitgesellschafter in das Unternehmen. Seit dem Tod von Christian Wieser 1996 wird der Ratskeller heute von den beiden Gastronomie-Familien Peter und Margot Wieser sowie Toni und Christine Winklhofer geführt.
Weitere Informationen: |<a href=http://www.ratskeller-muenchen.de target=_blank>www.ratskeller-muenchen.de</a>|
Im Blickpunkt
Münchner Ratskeller bietet seinen Gästen ein neues Zusatzangebot an
Immer mehr Gastwirte und Hoteliers in Deutschland verschreiben sich dem Thema Bio. Ganzheitliche Konzepte sind im Kommen, werden von den Gästen gezielt nachgefragt und vor allem in Ballungsgebieten und Großstädten auch immer mehr in Euro und Cent honoriert.
Von Brigitte Karch
