Angesichts historisch niedriger Zinsen und einem starken Vertrauensverlust in den Finanzmarkt sank die Sparneigung der Deutschen im letzten Jahr jedoch drastisch.

Im Gegenzug stieg die Anschaffungsneigung weiter und behauptete sich auf einem konstant hohen Niveau. Im Jahresdurchschnitt erreichte der Indikator in Deutschland +34 Zähler und damit einen absoluten Spitzenwert in Europa. Matthias Hartmann, Vorstandsvorsitzender der GfK, kommentiert: „Galten die Deutschen früher als Angstsparer, sind sie mittlerweile die Konsumoptimisten Europas. Sie investieren ihr Geld in werthaltige Anschaffungen wie Immobilien, Kraftfahrzeuge oder langlebige Gebrauchsgüter und kurbeln die Binnennachfrage kräftig an“.

[Ende des Mengenwachstums im Lebensmittelhandel]

Von der positiven Konsumstimmung profitierte auch der Handel. Laut GfK-Berechnungen stiegen die Umsätze im deutschen Lebensmittelhandel und den Drogeriemärkten im letzten Jahr nominal um 1,7 Prozent auf 157 Mrd. Euro. Angesichts gestiegener Rohstoffpreise sind diese Zuwächse aber eher verhalten. Gewinner sind aktuell die Vollsortimenter und Drogeriemärkte, während der Umsatzanteil der Discounter bei rund 43 Prozent des Gesamtmarktes stagniert.

Wie GfK-Analysen zeigen, ist für den Lebensmittelhandel das Ende des Mengenwachstums erreicht. Erfolg wird in Zukunft über Wertschöpfungsstrategien erzielt. Hier profitiert der Handel von der zunehmenden Qualitätsorientierung der Verbraucher, speziell in den jüngeren Generationen.

Weitere Informationen:
www.gfk.de