Die Internorga legt zu. Im Rahmen der Modernisierung und des Ausbaus des Hamburger Messegeländes stehen der Leitmesse für den modernen Außer-Haus-Markt bei ihrer 81. Auflage vom 9. bis 14. März 2007 vier neue Hallen zur Verfügung. In den Hallen A2 bis A4 am Fernsehturm wird der Bereich Küchentechnik und -ausstattung angesiedelt, die B6 am Foyer Süd, mit rund 13.000 Quadratmetern die größte Halle der Neuen Messe Hamburg, wird den Themenschwerpunkt Bäckereien und Konditoreien, Ladenbau beherbergen.

[Frage:] Worin liegen die Stärken der Internorga?
[Hübner:] Als Generalistenmesse fordert sie dazu auf, über den eigenen Tellerrand zu schauen. Gerade dieses übergreifende Konzept macht den besonderen Spirit der Internorga aus. Das ist in heutigen Zeiten eminent wichtig, da sich der Außer-Haus-Markt rasant entwickelt.

[Frage:] In welcher Beziehung?
[Hübner:] Die Grenzen zwischen den einzelnen Bereichen verschwimmen zusehends. Bäcker bewegen sich auch in Richtung Gastronomie. Betriebsrestaurants stehen mit den Mittagstischen der Gaststätten im Wettbewerb und öffnen sich auch ihrerseits neuen Gästegruppen. Bei der Entwicklung technischer Geräte, etwa zur Zubereitung, Lagerung oder Ausgabe von Speisen, arbeiten Technikhersteller mit Lebensmittel- oder Getränkeproduzenten zusammen. Da braucht es mehr denn je eine Plattform, die alle Marktteilnehmer zusammenführt, und das leistet die Internorga in hervorragender Weise. Sie ermöglicht Akteuren aus allen Segmenten des Außer-Haus-Marktes Kommunikation und Interaktion auf höchstem Niveau. Dazu tragen auch Kongresse wie das Internationale Foodservice Forum oder der Deutsche Kongress für Gemeinschaftsverpflegung bei. Umso erfreulicher ist es, dass 2007 der internationale Bäckerkongress Hamburg Global Bake neu hinzukommt.

[Frage:] In welchem Segment des Außer-Haus-Marktes sehen Sie Wachstumspotenzial?
[Hübner:] Sicherlich gewinnt die Gemeinschaftsverpflegung immer mehr an Bedeutung. Das liegt zum einen an der demographischen Entwicklung, die dazu führt, dass der Anteil pflegebedürftiger Menschen zunimmt. Aber auch der Bereich Education birgt Wachstumspotenzial, wenn ich an die steigende Zahl der Ganztagsschulen oder der Studierenden denke. Diese Entwicklung betrifft nahezu alle Branchen, die auf der Internorga ausstellen, von der Technik über die Ausstattung bis hin zu den Lebensmitteln und Getränken. Das bedeutet natürlich auch, dass die Anforderungen kontinuierlich steigen. Entsprechend hoch ist der Innovationsdruck – Stichwort Rationalisierung. Es
geht um die Ersparnis von Energie, Platz, Zeit, Personal und natürlichen Ressourcen wie zum Beispiel dem Rohstoff Wasser bei Spül- und Waschmaschinen.

Quelle: HMC