Bereits 2011 war es gelungen mit Energiesparbeleuchtung den KW-Stundenverbrauch von 110.000 im Jahr 2010 auf 70.000 KW-Stunden zu senken. Beleuchtung ist bekanntlich ein großer Energiefresser. Dem kann nicht allein mit Energiesparlampen abgeholfen werden, sondern auch mit dem flexiblen Beleuchtungsmodus: Für den „Partymodus“ errechnet ein spezieller Algorithmus aus den Helligkeitswerten von innen und außen den idealen Wert. Im „Schlussmodus“ schalten sich Lichtkreise nach und nach aus, die Besucher merken, dass die Party ein Ende hat. Sind alle gegangen, wechseln die Lampen auf die helle Putzbeleuchtung.
Elektronisch gesteuert vom Gira HomeServer wird auch die Lüftung unter Einbeziehung von Innen- und Außentemperatur sowie Luftqualität. Weitere Finessen: Bei Temperaturproblemen der Kühlzellen schlägt die Technik per E-mail oder SMS Alarm. Und auch beim Bieseln – so heißt es nun mal auf der Wiesn! – regiert das Umweltbewusstsein. Im Löwenbräu-Zelt wird die Wasserzufuhr in den Urinalen in Abhängigkeit von der Besucherzahl gesteuert.
Nach so viel technischen Details erholten sich die zum Rundgang eingeladenen Gäste (Wirtschaftsausschuss der Stadt München, Presse etc.) in der Geisterbahn „Shocker“, im „Münchner Weißbiergarten“ und bei den „Kleinen Wiesn—Wirten“ (Café Schiebl, Hühnerbraterei Ammer etc.). Die Stationen am Toboggan (seit 75 Jahren auf dem Oktoberfest), Riesenrad und Kettenkarussell fehlten natürlich nicht. Besonders beim Probesitzen im Kettenkarussell gefiel OB Christian Ude durch nonchalantes und zugleich volkstümliches Verhalten (schließlich zapft er heuer zum 19. Mal an), während Wirtschaftsreferent Dieter Reiter – möglicher OB-Kandidat – doch noch üben ein wenig muss in Sachen Münchner Lockerheit.
[Text und Foto: Doris Losch]
Weitere Informationen:
www.oktoberfest.eu
