Der Megatrend Wellness - vom Jogging-Schuh über Aerobic-Kurs und Rückenschule bis zum Bio-Salat - selbst finanziert und von den Krankenkassen nur zögerlich mit Prävention und Reha unterstützt, ist eine der wesentlichen Triebkräfte der positiven Entwicklung. Ca. 1 bis 1,2 Mio. Menschen finden heute durch Wellness Arbeit, die Branche setzt im Jahr rund 73 Mrd. Euro um. Darauf wies PD Dr. Josef Hilbert, Chef des Forschungsschwerpunkts Gesundheitswirtschaft und Lebensqualität am Institut Arbeit und Technik (IAT) der Fachhochschule Gelsenkirchen bei der Eröffnung des 1. Deutschen Medical Wellness Kongresses in Berlin hin.
Im Gesundheitssektor in Deutschland arbeiten heute ca. 4,5 Mio.Menschen. Nach aktuellen Prognosen können in den nächsten 15 bis 20 Jahren weitere 600.000 bis 800.000 Arbeitsplätze entstehen. Die größte Triebkraft für die Gesundheitsbranche ist die wachsende Zahl älterer Menschen mit ihrem steigenden Bedarf an gesundheitsbezogenen Dienstleistungen.
Deutlich positive Akzente sind aber auch in all denjenigen Bereichen zu erwarten, die heute unter den Stichworten "Wellness" oder "Medical Wellness" zusammengefasst werden. Die längst erforderliche Abgrenzung zwischen "passiver" Wellness für Beauty und Körperpflege und aktiver "medical Wellness" mit eng auf die Gesundheit bezogenen Angeboten für Bewegung und gesunde Ernährung ist ein zentrales Thema des Kongresses. Seriöse, medizin-wissenschaftlich fundierte Angebote sind von reinen "Wohlfühlangeboten" exakt zu trennen.
Unter der Leitung von BioCon Valley als der Life Science Initiative des Landes Mecklenburg-Vorpommern wurde der Kongress durch eine Vielzahl von Bundes- sowie Landesverbänden und Institutionen aus der Gesundheits-, Tourismus- und Freizeitbranche gestaltet.
Weitere Informationen: |<a href=http://www.iatge.de target=_blank>www.iatge.de</a>|
Im Blickpunkt
Institut Arbeit und Technik: "Zukunftsmarkt Gesundheit"
Im Gesundheitssektor sind turbulente Umbrüche und Erneuerungen in vollem Gange – unstrittig aber ist, dass hieraus eine gestärkte und gewachsene Gesundheitsbranche hervorgehen wird.
Von Brigitte Karch
