Die zum größten Teil denkmalgeschützten Kolonialhäuser erstrahlen geradezu in Technicolor: sonnengelb, himmelblau, orange, pistaziengrün und bonbonrosa leuchten die stuckverzierten Giebel. Zu verdanken ist diese Farbenpracht einem geschäftstüchtigen Gouverneur.
Viele lokale Legenden ranken sich um den Ursprung dieser farbenprächtigen Tradition. Die wohl populärste besagt, dass der ehemalige Gouverneur der Insel, Albert Kikkert, aufgrund der Kombination von traditionell weiß gestrichenen Kolonialhäusern und grellem Tropenlicht an Migräne litt. So verordnete er Curaçao im frühen 19. Jahrhundert eine Farbenkur. Später stellte sich heraus, dass eben dieser Gouvernour gemeinsam mit seinem Arzt eine Farbenfabrik besaß.
Bis heute hat sich der Brauch erhalten, alle Häuser zum Jahresende neu zu streichen. Von Oktober bis November bekommen so nicht nur Geschäftshäuser und Wahrzeichen der Stadt, sondern auch Privathäuser, eine neue Farbe. Zum Weihnachtsfest unter Palmen präsentiert sich die Insel so jedes Jahr in einem neuen Look. Das ist nicht nur bezaubernd, sondern auch notwendig: Der in den historischen Gebäuden verbaute Korallenstein und die salzhaltige Luft führen zur verstärkten Erosion der Farbpigmente.
Nicht von ungefähr hat die UNESCO die bunte Hafenfront von Punda sowie große Teile der Stadtviertel Otrobanda, Pietermaai und Scharloo zum Weltkulturerbe erklärt. Eines der beeindruckendsten historischen Viertel der Karibik ist sicher das im westlichen Teil des alten Willemstad gelegene Otrobanda. Hier haben sich viele der charakteristischen Stadtvillen und Landhäuser mit den typischen holländischen Treppen- und Glockengiebeln in himmelblau, sonnengelb, pistaziengrün und bonbonrosa erhalten. Der gute Zustand der Gebäude, die teilweise aus dem 17. und 18. Jahrhundert stammen, ist sowohl kontinuierlichen Restaurationsarbeiten als auch der Lage außerhalb des Hurrikangürtels zu verdanken.
[Über Curaçao:]
Die Insel Curaçao in der südlichen Karibik bietet beste Voraussetzungen für einen traumhaften und vielseitigen Urlaub: Karibisches Lebensgefühl mit europäischen Einflüssen, Familienfreundlichkeit, traumhaftes Meer mit vielen kleinen Buchten und Stränden, gastfreundliche Menschen und eine reiche Kultur, historische Attraktionen wie das UNESCO Weltkulturerbe Willemstad sowie vielfältige Möglichkeiten der Freizeitgestaltung von Wassersport bis Wandern. Die reiche Unterwasserwelt können Hobby- und Sporttaucher an mehr als 60 ausgewiesenen Tauchplätzen mit idealen Bedingungen und bis zu 30 Metern Sicht erkunden. Vor der Küste Venezuelas liegt Curaçao außerhalb des Hurrikangürtels und empfiehlt sich damit als ganzjährige Destination. Seit November 2011 bietet Air Berlin wöchentlich Direktflüge von Düsseldorf nach Curaçao an.
Weitere Informationen:
www.airberlin.com
