Im Vorfeld der zweitägigen Veranstaltung hatte dagusta Gelegenheit, den I.C.A.-Gründer Gerhard Bruder (Wirtschaftsdirektor Heide-Park Soltau) zu interviewen und über die über Entstehungsgründe und Ziele des I.C.A. zu befragen.
[Wer ist Ideengeber/Initiator vom Institute of Culinary Art?® / Warum und wann wurde das Institute of Culinary Art gegründet?]
Durch den Einfluss von Gesellschaft und Industrie hat sich der Gastronomiemarkt spezialisiert. Das Berufsbild des Koches ist daher im Wandel. In der Berufsbildung fehlten bislang genügend Möglichkeiten, sich entsprechend weiterzubilden. 70 bis 80 Prozent der angehenden Köche geben aus diesem Grund im ersten Jahr nach der Ausbildung auf. Junge Könner, die nicht am Herd scheitern, sondern an Hürden wie Organisation, Betriebswirtschaft, Marketing.
Für mich war das der Anlass, Anfang 2006 das Institute of Culinary Art zu gründen. Warum? Damit in Zukunft mehr motivierte Experten Kochkunst und Management souverän verbinden. Experten, die der Markt schon heute dringend braucht.
[Welche Zielgruppen sprechen Sie an?]
Zielgruppe des Institutes sind zum einen die Köche, die wir durch unsere Academy in ihrer Berufsausbildung unterstützen möchten. Darüber hinaus sprechen wir durch unsere Netzwerkveranstaltungen Spitzenmanager aus Gastronomie, Industrie und Handel an, um zusammen bestimmte Themenbereiche zu erarbeiten.
[Was wollen Sie mit dem Institute of Culinary Art erreichen, und zwar mittel- und langfristig betrachtet?]
Die Gastronomieszene ist so reizvoll – aber auch so riskant – wie nie. Denn mehr denn je muss ein erfolgreicher Koch und Küchenchef heute nicht nur ein guter Handwerker sein, sondern auch ein Stratege und Manager mit Sinn für Chancen und Gewinnmaximierung, Wettbewerbsfähigkeit und Wirtschaftlichkeit. Ein neuer Spezialist für eine neue Zeit ist gefragt: der Manager of Culinary Art. Die Academy des I.C.A. bereitet auf diese Aufgaben vor. Ihre Fachkurse werden dem Arbeitsmarkt motivierte Fachleute zur Verfügung stellen, die sich perfekt darauf verstehen, die Leistung ihres Betriebs zu analysieren, zu organisieren und zu kontrollieren. Professionalität in Theorie und Praxis, Qualität und Marktnähe des Weiterbildungsangebots, hervorragende Dozenten und hohe fachliche Standards sind die Zutaten zum Rezept der I.C.A. Academy für ihren zukünftigen Erfolg.
Im Foodservice Network versammeln regelmäßige Veranstaltungen Spitzenmanager aus der gesamten Branche – Hotellerie, Hersteller, Handel und assoziierte Sparten – zu Diskussionsrunden und Vorträgen von Institute Referenten bei ebenso anregenden wie anspruchsvollen Themen-Treffs. Ein Forum zur Vereinigung von Interessen und zur Förderung von Zusammenschlüssen - Know-how-Transfer entlang der Wertschöpfungskette.
Die Expertenvorträge des Foodservice Network bilden das Grundgerüst des I.C.A. Lehrbuchs und sind Teil unseres Programms von Netzwerkveranstaltungen die Köche und Fachleute aus Spitzenunternehmen der Nahrungs- und Dienstleistungsindustrie zum Austausch über Marktchancen und Marken, Produkte und Trends miteinander in Kontakt bringen.
Die nächste Netzwerkveranstaltung wird im November 2007 in der Autostadt Wolfsburg stattfinden.
[Wie beurteilen Sie die derzeitige Aus- und Weiterbildungssituation in Deutschland (z.B. duales Ausbildungssystem für das Berufsbild Koch/Köchin)?]
Die derzeitige Weiterbildung für Köche in Deutschland ist zurzeit nicht ausreichend. Nach Sternekoch Heinz Winkler muss Culinary Art daher bereits in der Schule anfangen, so dass die Schüler lernen, richtig zu essen. Es muss ein neuer Zeitgeist in Bezug auf hochwertige Lebensmittel entstehen.
Die I.C.A.-Kurse sollen das Verständnis der notwendigen Zusammenhänge zwischen Kochkunst einerseits und Marketing, Industrieprodukten, Wirtschaftlichkeit und Management andererseits. So qualifizieren wir Fachkräfte mit umfassendem, modernem Wissen: Das Kursprogramm der I.C.A. Academy startet in 2008. Je nach Level sind Kurse von 3 – 9 Monaten geplant. Den Abschluss bilden Prüfungen in Theorie und Praxis.
Der Fortbildungslevel reicht:
1. Vom Küchenchef zum Manager of Culinary Art
2. Vom Koch zum Junior Manager of Culinary Art
3. Von der ungelernten Küchenhilfskraft zum Assistant of Culinary Art.
Die Fragen stellte Brigitte Karch M.A.
Weitere Informationen: |<a href=http://www.institute-culinar.de target=_blank>www.institute-culinar.de</a>|
(Der Link wurde am 20.04.2007 getestet.)
