In einer Expertenrunde diskutiertem beim ersten ROK-Medienlunch: Laura Groche von der Verbraucher Initiative e.V. aus Berlin, Eurotoques-Küchenmeister Michael Schubaur aus München sowie Hermann Oswald, Geschäftsführer Epos Biopartner Süd GmbH aus Grafing. Peter Jordan, Gründer und Veranstalter der Plattform medien-netzwerk-münchen und Moderator der Runde.
Wenn ein Restaurantbetreiber auf die "Bio-Schiene" setzen will, muss er sich sehr genau mit seinen Kunden, seinem derzeitigen oder künftigen Standort, seiner Speisekarte, seinem Marktsegment, seinen Zulieferern, seinen Vorstellungen von Ambiente und Service usw. auseinandersetzen, bevor es losgeht – so die einhellige Meinung der Teilnehmer. Zudem gilt es, schwierige Phasen durchzuhalten, in denen der Betrieb zertifiziert und kontrolliert wird, die Karte umgestellt und die Rezepte neu ausprobiert werden müssen, in denen neue Lieferanten gesucht und das Thema den Gästen kommuniziert werden muss.
"Der Gast von heute wird immer bewusster, fordernder, ist aber auch bereit, für Qualität, die er auf dem Teller oder in Gläsern serviert bekommt, einen angemessenen Preis zu zahlen", betont Martin Kolonko, Geschäftsführer des Forum Bar.Café.Restaurant. In spätestens drei Jahren – so prognostiziert Kolonko - werden verantwortungsbewusste Gastronomen von Haus aus Bio-Produkte verwenden, um den Gästen die gewünschte Qualität zu liefern.
Die Expertenrunde war sich darin einig, dass mittelfristig eine Polarisierung in der Gastronomie anzutreffen sein wird. Es wird Betriebe eben, die komplett auf Bio umsteigen und eine daraus resultierende Massenproduktion nur noch mit Convenience-Produkten bewältigen kann. Andererseits werden Nachhaltigkeit und Qualität bei vielen Kollegen immer mehr ins Bewusstsein rücken und die Bio-Schiene glaubwürdig den Verbrauchern servieren.
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(Der Link wurde am 25.04.2007 getestet.)
