Karl Schweisfurth leitet nun seit über 10 Jahren die von seinem Vater, Karl Ludwig Schweissfurth 1986 gegründeten Herrmannsdorfer Landwerkstätten in Herrmannsdorf bei Glonn. Zeigen können, wie Lebens-Mittel gemacht werden bzw. woher das Fleisch, die Milch und das Korn kommen, ist Hauptaufgabe von ihm und seinen 120 Mitarbeitern. Laut Schweisfurth ist hohe lebensfördernde "Lebens-Mittel-Qualität" nur mit ökologischer Wirtschaftsweise zu erzielen.
Schweisfurth nannte einige Beispiele, wie sich industrielle Lebensmittelerzeugung von der seinen unterscheidet. So berichtete er von der natürlichen Aufzucht des fast ausgestorbenen Schwäbisch-Hällischen Landschweines, von seiner Warmfleisch-Metzgerei und der Jahreszeitengärtnerei. Beklagenswert erscheint ihm die Tatsache, dass Subventionen für herkömmliche Landwirtschaft eine flächendeckendere Produktion von Bioprodukten ökonomisch nicht zulassen.
Abschließend prognostizierte Schweisfurth, dass die "Biowelle" noch eine gewisse Zeit anhalten wird, bevor sie von der "Fairwelle" abgelöst wird, in der man sich weltweit wieder verstärkt mit dem "Ausgangsprodukt", den Mitarbeitern sowie den Zulieferern und deren gerechter Behandlung beschäftigen wird.
Weitere Informationen:
|<a href=http://www.herrmannsdorfer.de target=_blank>www.herrmannsdorfer.de</a>| und |<a href=http://www.fhm.edu/fb14 target=_blank>www.fhm.edu/fb14</a>|
(Die Links wurden am 24.09.2007 getestet.)
Im Blickpunkt
Ökonomisch ökologischer Austausch an der Fakultät für Tourismus
Im Rahmen der Auseinandersetzung mit dem Thema „Rohstoffqualität am Anfang der Tourismuswertschöpfungskette“ an der Fakultät für Tourismus der Fachhochschule berichtete Karl Schweisfurth, seit 1996 Geschäftsführer der Herrmannsdorfer Landwerkstätten, von der Entstehungsgeschichte seines Vorzeigebetriebes in Glonn, seinen Einsichten und Visionen.
Von Brigitte Karch
