Bei Seehofer bedankte sich Miller für die Unterstützung im Kampf um den Schutz des Bocksbeutels, der traditionellen Form und Erkennungsmarke des Frankenweins. Es sei dem gemeinsamen Bemühen gelungen, den Bocksbeutel vor der beabsichtigten Gleichmacherei durch Brüssel im Zuge der Weinmarktreform zu schützen und zu erhalten. "Wir haben beim Bund eine Ermächtigung zur Anhebung der Weinqualität im Bocksbeutel erwirkt", erklärte der Minister. Schon ab dem Jahrgang 2008 werden zusätzliche Bestimmungen dafür sorgen, dass die Weine in den bauchigen Flaschen noch höherwertiger sein müssen als normale Qualitätsweine.
Für das neu aufgelegte "Integrierte Entwicklungsprogramm Weinbau" stellt der Freistaat in diesem Jahr 600 000 Euro bereit. Der Markt entwickle sich überaus erfreulich: Bereits vor der Lese 2007 waren die Keller in Franken leer, seit Weihnachten läuft der Verkauf des 2007er Jahrgangs auf Hochtouren. Neben dem fränkischen Klassiker Silvaner entpuppen sich insbesondere die jungen, fruchtigen Müller Thurgau und Bacchus sowie Roseweine als
Verkaufsschlager. Die Gebietsweinwerbung Frankenwein-Frankenland hat ihrer aktuellen Image-Kampagne umgehend ein flottes neues Bocksbeutel-Logo verpasst.
