Dreimal wöchentlich wird das untergärige naturtrübe Unions-Bräu-Bier (Stammwürze 16,3, Alkohol 5,5) gebraut. Jährlich kommen rund 900 hl zusammen – es handelt sich also um einen wahrhaftig exklusiven Trunk, den, so verriet Ludwig Hagn bei der Präsentation der Goldmedaille, Frauen jedes Alters besonders gerne genießen. Sie rühmen den so genannten "Hauston", eine gelungene Balance aus Hopfenbitter und Malzsüße. Eingegossen hält sich die appetitliche Schaumkrone erfreulich lange, so dass das Auge auch etwas davon hat. Zweimal jährlich dürfen die Gäste zwei weitere ganz "spezielle Spezialitäten" genießen: das Bockbier Unimator und das Nikolausbockbier.

Das preisgekrönte Bier ist reine Handarbeit. Der "Computer" besteht aus vier Schaltern für den Motor, für die rechte und für die linke Pumpe und für das Licht. Im Einsatz sind traditionelle schöne Geräte, so ein Läuterbottich, ein hundert Jahre alter kupferner Rieselkühler – mit Eiswasser gefüllte Kupferrohre kühlen den hundert Grad heißen Sud auf fünf Grad herunter - ,ein kupferner Sudkessel, Holztanks und Holzfässer. Für die original historische Geräuschkulisse sorgt eine Mühle, die die Gerstenkörner zu Darrmalz verschrotet.

Neben der bodenständig-bayerischen Speisekarte ist das nunmehr von der DLG "geadelte" Bier die Hauptattraktion der Gaststätte Unions-Bräu im Münchner Stadtteil Haidhausen, eine der wenigen gastlichen Stätten Münchens mit gepflegt-traditioneller bayerischer Küche.

Text und Foto: Doris Losch