Darin heißt es u.a.: "Wie immer wieder zu hören ist, befürwortet der Hotel- und Gaststättenverband einen verpflichtenden Sachkundenachweis. Nicht zuletzt belegen die Erfahrungen in Österreich, Italien und der Schweiz, dass die Einforderung einer verpflichtenden Mindestqualifikation für die Gestattung des Betriebs einer Gaststätte im Interesse von Gästen, Jugendschutz und der Branche insgesamt ist. Im Übrigen wird Bayern seine führende Tourismusposition nur mit gut qualifiziertem Personal halten können."
Auch mit ihrem jüngsten Antrag "Rundfunkgebührenentlastung für das Hotel- und Gaststättengewerbe sowie für das Beherbergungsgewerbe" (vom 10. März 2008) hat Frau Dr. Kronawitter ein für die Gastgewerbebranche extreme Ungleichbehandlung aufgegriffen.
Im Referentenentwurf wird die Bayerische Staatsregierung aufgefordert, sich für die "'Rundfunkgebührenbefreiung für Zweitgeräte in Gästezimmern des Beherbergungsgewerbes' mit dem Ziel einzusetzen, dass eine spürbare Entlastung der Hotellerie bei der Finanzierung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks auf der Ebene der Durchschnittsbelastung in der EU erzielt wird."
"Wir haben ein Fachgespräch mit dem Bayerischen Hotel- und Gaststättenverband organisiert, weil es unserer Meinung nach sehr darauf ankommt, diese Diskussion über den Referentenentwurf der Staatsregierung zu einem Bayerischen Gaststättengesetz früher im Landtag zu haben und nicht abzuwarten, bis der explizite Gesetzentwurf kommt und dann allenfalls noch marginale Änderungen akzeptiert werden", bilanziert Dr. Hildegard Kronawitter. "Es kann nicht sein, dass ein Türsteher 40 bis 80 Stunden Schulung mit schriftlicher und mündlicher Prüfung benötigt, andererseits kann jeder nach vierstündigem IHK-Vortrag eine Konzession erhalten, egal, ob er etwas vom Fach versteht oder nicht."
Nach Ansicht von Hildegard Kronawitter "fährt hier das bayerische Wirtschaftsministerium einen extrem liberalen Kurs. Soviel Freiraum geht an den Sachverhalten vorbei."
