Der Bierkonsum in den Festzelten ging um rund 5 Prozent zurück; es wurden etwa 6,6 Mio. Maß Bier getrunken (2007: 6,9 Mio. Maß). Nicht alkoholische Durstlöscher waren bei Kälte und Regen weitaus weniger gefragt als im Vorjahr (- 15 Prozent). Ab dem 01. Oktober durfte an den Eisständen Glühwein ausgeschenkt werden - ein Angebot, das die durchgefrorenen Wiesn-Gäste gerne nutzten und über 2.000 Liter tranken.
Stabile bis leicht steigende Umsätze bei der Küche vermelden die Wirte der Festzelte. Deftige Gerichte waren favorisiert, besonders beliebte Gartenschmankerl wie das Bratwürstl hingen waren weniger gefragt. Die Kleinen Wiesn-Wirte äußerten sich zufrieden mit einem leichten Plus bei den Speisen in den Zelten. Besonders die Mittagswiesn mit günstigen Angeboten wurde sehr gerne angenommen.
Als Gastro-Sieger erwiesen sich in diesem Jahr die Wiesn-Cafés. Mit dampfendem Kaffee, zuckersüßen Kuchenvariationen, Kaiserschmarrn und anderen Köstlichkeiten verwöhnten sie das fröstelnde Publikum. Im Straßenverkauf schlugen warme Klassiker wie die Leberkäs-Semmel die traditionelle Fischsemmel. Wie im Vorjahr wurden in den 16 Tagen 104 Ochsen mit Genuss verspeist.
Das große Angebot an Bio-Food verlockte Genießer mit Köstlichkeiten von Bio-Schokobananen bis Bio-Würstl zum Kauf. Echtes "Mandel-Wetter" sorgte für einen rasanten Absatz von gebrannten Nüssen aller Art, die Hände und Bauch wärmten. Glasierte Früchte gewährleisteten die Vitaminzufuhr der Wiesn-Gäste.
Aufmerksame Ordner nahmen den Souvenirjägern wie im Vorjahr rund 200.000 Bierkrüge in den Zelten und an den Hauptausgängen des Festgeländes ab.
Zum mittleren Wiesn-Wochenende reisten traditionell die italienischen Wiesn-Fans an und mischten sich mit Stammgästen aus Österreich und der Schweiz und Gästen aus Spanien, den USA, aus Großbritannien, Polen, Kroatien, Ungarn, Singapur, Russland und aus der Türkei. Das verlängerte Wochenende um den 3. Oktober brachte viele junge Wiesn-Gänger vor allem aus den deutschen Bundesländern auf die Theresienwiese.
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