"Wenn der 11. September die Welt verändert hat, gilt dies überraschenderweise kaum für die Hotelwirtschaft in der Arabischen Welt", erklärt Dr. Christian Steiner vom Geographischen Institut der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Er hat in seiner Doktorarbeit untersucht, inwiefern der Terrorismus und der "Krieg gegen den Terror" nach dem 11. September Veränderungen in der Hotelwirtschaft in den arabischen Ländern angestoßen haben.
Demnach hätten die meist multinationalen Hotelketten die Auswirkungen der Sicherheitslage auf ihr Geschäft nicht anders beurteilen als zuvor und deshalb kaum mit organisatorischen Veränderungen reagierten. "Die Risikowahrnehmung der befragten Hotelmanager hat sich trotz der einschneidenden Ereignisse im Nachgang des 11. September nicht grundlegend verändert" sagt Steiner. Dies sei umso überraschender, als Touristen aus Westeuropa und Nordamerika eine "gänzlich andere Wahrnehmung" an den Tag legten.
Für seine Arbeit ist der Mainzer Wirtschaftsgeograph auf der Internationalen Tourismusbörse (ITB) in Berlin mit dem ITB Wissenschaftspreis der Deutschen Gesellschaft für Tourismuswissenschaft ausgezeichnet worden.
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www.geo.uni-mainz.de/steiner
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