In München präsentierten im Hotel Vierjahreszeiten Kempinski vor kurzem 16 Spitzenwinzer dem Fachpublikum aus Gastronomie und Handel ihre Moscato d’Asti-Weine. Die zur Organisation „Produttori Moscato d’Asti“ zusammengeschlossenen kleinen Weingüter widmen sich mit besonderer Leidenschaft der Erzeugung dieser mit einem Alkoholgehalt von durchschnittlich 5 % leichten Kreszenzen. Von den rund 10.000 ha der Moscato-Rebfläche entfallen 2.000 ha auf den Anbau von Moscato d’Asti. Der größte Teil wird von den großen Spumantehäusern bearbeitet. 2009 wurden 70 Millionen Flaschen Spumante und 13 Millionen Flaschen Moscato d’Asti verkauft, was die Exklusivität des Töpfchens verdeutlicht.
Moscato d’Asti-Reben gedeihen als Kinder der Sonne nur in Südlagen und bevorzugen steile Höhenlagen. Nur unter diesen Bedingungen entwickeln sich der hohe Zuckergehalt und die typische Aromenvielfalt.
Giovanni Safragno, Präsident der Produktionsgemeinschaft Moscato d’Asti, empfiehlt Moscato d’Asti als hocharomatischen, feinen, süßen Wein, der die „Bouquetnoten der Rebsorte bewahrt“ und bestens zu Torten, frischem Gebäck und zum Dessert passe: „Jeder ohnehin schon frohe Anlass wird mit Moscato d’Asti zu einem wahren Fest“. In der deutschen Gastronomie setzten ihn allem gehobene italienische Restaurants auf die Karte. „Er ist ja kein Massenprodukt“. Hauptexportländer seien neben Deutschland die USA und Südostasien, zumal Südkorea, wo er gerne als Longdrink serviert werde.
Moscato d’Asti wird auch in Bio-Qualität gekeltert wie z.B. von der Bellati Maria Carla Azienda Viticinicola da Agricoltura Biologica. Dass Wein und Musik gerade in Italien zusammenspielen, zeigt sich auf etlichen Moscato-Etiketten, so auf einem (Cà ed Balos) mit Ballettfiguren und zu Noten geformten Trauben, auf einem anderen (Bellati) mit den Noten aus der Ouvertüre von La Traviata.
(Doris Losch)
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