Damit können die Hersteller sicher gehen, dass sie unverfälschtes und von preisgünstigen, aber minderwertigen Beimischungen freies Marzipan anbieten. IGF-Projekte werden unter dem Dach der AiF (Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen e.V.) organisiert und durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie gefördert.
Während der Advents- und Weihnachtszeit schnellt der Konsum dieser Süßware in Deutschland auf ca. 10.000 Tonnen, was einem Umsatz von etwa 58 Mio. Euro entspricht.
Die deutschen Hersteller von Marzipanrohmassen müssen allerdings bereits bei Anlieferung der Mandeln damit rechnen, dass andere pflanzliche Erzeugnisse wie Aprikosenkerne oder Cashewnüsse in der Rohware vorhanden sein können. Im Ausland sind die Vorgaben für Marzipanherstellung bei weitem nicht so streng wie in Deutschland.
Ein verlässliches Verfahren zur Differenzierung von Marzipan und Persipan gab es bislang nicht. Auch der Nachweis sonstiger, preiswerterer pflanzlicher Beimischungen war bisher nicht möglich. Nun liegt den Herstellern von Marzipanprodukten und –rohmassen eine molekularbiologische Methode zur Reinheitskontrolle vor. Durch Extraktion und Untersuchung der DNA aus dem Probematerial können Inhaltsstoffe identifiziert werden. Dieser „genetische Fingerabdruck“ ermöglicht, die zu verarbeitende Rohmasse auf deren Reinheit zu prüfen.
[Quelle: FEI]
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