Bruno Paillard, Gründer und Chef des gleichnamigen Champagne-Hauses in Reims, stellte in Schumann’s Bar persönlich das Sortiment vor vom Brut Première Cuvée bis zur Cuvée N.P.U. Nec Plus Ultra 1996. Er referierte in Englisch, was zusätzlich für gute Laune sorgte, denn nun weiß man wie französisch-charmant die doch sonst eher kaugummiartige englische Sprache klingen kann. Doch wir kommen vom Thema ab.
Der Brut Première Cuvée fand aufgrund seiner ausgeprägten Mineralität und seiner „vollmundigen Vollkommenheit“ großen Anklang. In der Rosé-Variante, so befanden Kenner, ist der Première Cuvée“ der ideale Begleiter für Geflügel, weißes Fleisch und Käse. Das richtige für feine Gaumen war der Brut Millésimé 1999 Blanc de Blancs“, der im Juni vorigen Jahres ausgeliefert wurde und von dem nicht mehr viel da sein dürfte, weil nur insgesamt 10.000 Flaschen – davon 102 Jeroboam – abgefüllt worden sind. Umso andächtiger galt es, die lebhafte Perlage mit den extrem feinen Bläschen, die die Zungenspitze umschmeichelten, zu genießen. Der N.P.U. Nec Plus Ultra 1996 als Schlußpunkt der Degustation schließlich schied die Geister – viele zeigten sich begeistert, andere haute die intensive Nase um. Bruno Paillard pries den N.P.U. als Kunstwerk und den „Wein der Champagne mit der absolutesten Vinifikation“.
Erst seit 1981 existiert das Champagne-Label Bruno Paillard. Es steht für Cuvées höchster Qualität. Jährlich werden 500.000 Flaschen verkauft, mehr als 75 % davon in Europa, den USA und Japan. Sie gehen an die gehobene Restauration und den Weinfachhandel. Supermärkte sind tabu. Die Dosage ist grundsätzlich Brut und reduziert sich auf ein striktes Minimum. Auf jeder Flasche steht das Datum des Dégorgements, eine Information, die Paillard als einziges Champagner-Haus für alle seine Weine gibt.
[Doris Losch]
Weitere Information:
www.champagnebrunopaillard.com
