Als „Frau der ersten Stunde“ war sie bereits in der Voreröffnungsphase der Bayern Tourismus Marketing GmbH (by.TM) ab Sommer 1999 mit „da.by“.

[Welche Initiativen haben Sie entwickelt? Mit welcher Wirkung?]
Als Leiterin Marketing & Entwicklung der Bayern Tourismus Marketing GmbH (by.TM) war ich für folgende Bereiche verantwortlich: Strategische Planung, Operative Planung und Steuerung des Marketingbudgets, Marktforschung und Projektentwicklung, Aufbau und Leitung Produktmanagement, Aufbau und Leitung Auslandsmarketing, Aufbau und Leitung Vertriebskooperationen mit den großen Deutschlandreiseveranstaltern, Aufbau und Leitung von Beratungs- und Dienstleistungsprojekten, Leitung bereichsübergreifender Projekte (z.B. BHV- Kampagne), Entwicklung und Koordination Vertrieb der by.TM-Maßnahmen, Vertretung der Interessen der Gesellschaft in den Gremien der Gesellschafter, Verbänden und Institutionen.
Diese Tätigkeiten haben dazu beigetragen, dass sich die Bayern Tourismus Marketing GmbH eine hohe Akzeptanz bei den bayerischen Tourismus- und Freizeitpartnern als innovativer Impulsgeber für die profilierte Angebotsgestaltung und als effektiver Partner für die Gewinnung neuer Gäste geschaffen hat. Über 1.100 Kunden arbeiten mit uns zusammen.

[Welche Rolle spielen für Sie die Themen Fortbildung und Vernetzung?]
Aus meiner Sicht ist das die Grundlage des persönlichen, aber auch des Unternehmenserfolges. Ich habe an zahlreichen nationalen und internationalen Fachveranstaltungen aus dem Bereich der Marktforschung, Marketingstrategie und Führung teilgenommen und habe meine Erfahrungen als Referentin bei Vorträgen und Schulungen zu den Themen Marktforschung, Markenaufbau, Produktmanagement und Auslandsmarketing weitergegeben. Ein intensiver Austausch mit den führenden Tourismusfachleuten aus Praxis, Lehre und Forschung in nationalen und internationalen Netzwerken bereichert meine Tätigkeiten. Regelmäßige Information und Beratung mit den Partnern der bayerischen Tourismus- und Freizeitwirtschaft für das Inlands- und Auslandsmarketing gehören natürlich auch dazu. Außerdem habe ich 2008/2009 eine zweijährige Ausbildung am Institut für Fort- und Weiterbildung zu den Themen Führung, Gruppendynamik und Coaching absolviert, um die Zusammenarbeit mit den unterschiedlichen Akteuren im bayerischen Tourismus noch verstärken zu können. Diese Fortbildung bildet eine gute Ausgangsposition für meine neuen Aufgaben als Geschäftsführerin.

[Seit 1. Januar 2009 haben Sie die Position als Geschäftsführerin der Bayern Tourismus Marketing GmbH inne. Welches sind dort Ihre Aufgabengebiete?]
Als Geschäftsführerin ist es für mich besonders wichtig, das Team zu sichern und zu stärken, damit wir unsere Aufgaben erfolgreich erfüllen können. Ich habe daher die Führungsstruktur verstärkt und arbeite sehr intensiv mit den Bereichsleitern zusammen. Die Zusammenarbeit mit dem Tourismusreferat des bayerischen Wirtschaftsministerium und die Kooperation mit den Gesellschaftern hat sich durch die neue Aufgabe verstärkt sowie die Vermittlung unserer Arbeit in alle Richtungen. Mir ist es aber sehr wichtig, dass ich unsere Arbeit auch noch ein Stück aktiv mit gestalte und verfolge daher aktiv die Planungen.

[Was reizt Sie an Ihrer beruflichen Tätigkeit?]
Die Gestaltungsmöglichkeiten sind sehr groß. Es kommen immer wieder neue Herausforderungen, für die neue Konzepte entwickelt und umgesetzt werden müssen. Das Thema Innovationsmanagement spielt für mich daher eine große Rolle, um durch unser Unternehmen, aber auch im bayerischen Tourismus immer wieder neue Impulse zu setzen. Das Zusammentreffen mit so vielen unterschiedlichen Menschen aus der ganzen Welt beglückt mich immer wieder ganz besonders.

[Welche Projekte der Bayern Tourismus Marketing GmbH (by.TM) stehen in den kommenden Jahren an?]
Wir sind dabei das Auslandsmarketing zu verstärken, da in der Internationalisierung der Gäste für Bayern noch ein hohes Potenzial liegt. Hier brauchen wir noch ein intensiveres Auftreten in den Märkten. Als Nachwuchsmarkt machen wir die ersten Schritte in Indien, um Bayern in der Reisebranche als neues Ziel zu etablieren.

[Wo liegen Ihrer Meinung nach mittel-/langfristig die größten Herausforderungen für den bayerischen Tourismus?]
Mit Profil und Charakter neue Gäste zu gewinnen. Wir haben alle Voraussetzungen erfolgreich im Markt zu bestehen, aber wir müssen uns dafür Schritt für Schritt weiterentwickeln und klar herausstellen, warum die Menschen in Bayern Urlaub machen sollen. Neue Gästegruppen haben neue Reisebedürfnisse, wie z.B. Großeltern mit Enkeln etc.
[Die Fragen stellte Brigitte Karch]

Das vollständige Interview finden Sie unter www.brikada.de, Rubrik „Im Gespräch“.

Weitere Informationen:
www.bayern.by