Von Haus aus hat Andrea Nadles mit der Hotellerie bzw. Gastronomie keinerlei Berührungspunkte. Ihre Mutter war gelernte Schneiderin, ihr Vater Metzgermeister, später Automobilkaufmann.
Nach der Mittleren Reife entdeckte Andrea Nadles ihre Leidenschaft für die Dienstleistungsbranche. Die junge Frau absolvierte von 1984 bis 1987 eine dreijährige Ausbildung zur Restaurantfachfrau. Anschließend legte sie die Ausbildereignungsprüfung (1989) ab, 1993 folgte die Restaurantmeisterprüfung und im Jahr 2002 die Hotelmeisterprüfung. Von 1987 bis 1999 war sie in etlichen renommierten Hotelbetrieben in Oberbayern tätig, danach bis 2003 als freiberufliche Dozentin für Gastronomie und Hotellerie bei verschiedenen Bildungsträgern aktiv.
Zu ihren beruflichen Stationen zählte etwa auch die Tätigkeit als Hoteldirektorin, die sie von 2003 bis 2004 ins Astron Resort Schillingshof nach Bad Kohlgrub führte. Seit 2002 ist sie Dozentin für Hotel- und Restaurantmeister an der Kermess Hotelberufsfachschule und seit 2004 unterrichtet sie als Teilzeitlehrkraft für Fachpraxis an der Berufsschule für das Hotel-, Gaststätten- und Braugewerbe in München. Im Laufe der Jahre entstand in ihr der Wille, sich beruflich selbständig zu machen – ein Wunsch, den sie sich mit der Gründung ihrer Firma Gastro Coaching (Training, Coaching und Seminare für Hotellerie und Gastronomie) am 1. Mai 1999 erfüllte.
Mehrfach konnte Andrea Nadles für ihre außerordentlichen Leistungen Auszeichnungen und Preise einfahren. So wurde sie beispielsweise 2003 mit der Goldmedaille beim Wettbewerb der gedeckte Tisch ausgezeichnet. Im Jahr 2009 erzielte sie bei der Ausbildung zur Qualitätsdozentin die Stufe 1 für das Service-Q.
Im Interview mit dagusta zeichnet Andrea Nadles ihre Ideen und Vorstellungen auf, um gemeinsam mit den Verbandskollegen die anstehenden Aufgabe im VSR noch Ziel orientierter anzugehen.
[Wie fühlen Sie sich als neue VSR-Präsidentin?]
Sehr stolz und glücklich das Vertrauen von so vielen Verbandsmitgliedern erhalten zu haben. Es
wird nicht immer ganz einfach werden, aber mit so viel Unterstützung wird vieles leichter gehen.
[Welches sind Ihre VSR-Ziele?]
Primär ist mein großes Ziel, den Serviceberufen in der Öffentlichkeit mehr Anerkennung zu verschaffen. Auch möchte ich den VSR-Gründungsgedanken „Die Pflege der Tafelkultur“ neu beleben. Ideen sind viele vorhanden, mal schauen, was sich davon realisieren lässt.
[Was möchten Sie im VSR erneuern bzw. ändern?]
Erneuern und somit ändern möchte ich die Zusammenarbeit der einzelnen Regionen und Sektionen untereinander. Wir haben sehr viel Fachkompetenz im Verband, hier gilt es das Ganze zu verknüpfen und wieder in Gang zu bringen.
[Wo liegen die Schwerpunkte Ihrer zukünftigen VSR-Arbeit?]
Meine Schwerpunkte liegen wie schon erwähnt in der positiven Darstellung unserer Berufe. Des Weiteren liegen mir Aus- und Weiterbildung sehr am Herzen. Hier möchte ich mich sehr engagieren.
[Welche Herausforderungen sieht sich der VSR derzeit gegenüber?]
Wir kommen immer zum selben Punkt. Große Herausforderung ist es, den Serviceberufen eine Plattform zu geben und den Teamgeist untereinander zu stärken. Eine weitere Herausforderung ist es zudem, auch in schwierigen Zeiten, wie wir sie im Moment erleben, den Verband vor zu großem Mitgliederschwund zu bewahren und im Gegensatz dazu neue Mitglieder dazu motivieren, mit uns
gemeinsam für die Ideale unseres Berufes einzustehen.
Weitere Informationen:
www.vsr-online.de
www.brikada.de
