[Herr Pavlidis, was unterscheidet Ihrer Meinung nach einen gut gemixten Cocktail von einem schlecht gemixten? Worauf sollte man achten? Gibt es ein paar Grundregeln fürs Barmixen?]
Natürlich sind hochwertige Zutaten von großer Bedeutung. Noch wichtiger ist jedoch Qualität des Eises fürs Mixen und für die Drinks. Ein Eiswürfel sollte quadratisch, klar und im Kern minus 18 Grad Celsius kalt sein. Zudem ist ein sauberes und genaues Arbeiten hinter dem Tresen unabdingbar.
[Was sind Ihrer Meinung nach die Grundzutaten, mit denen man möglichst vielseitig mixen kann?]
Als Basisspirituose ganz klar Vodka, weil er "geschmacksneutral" ist und am leichtesten mit anderen Zutaten harmoniert. Des weiteren ist die Palette von Likören, Sirups und Säften unendlich groß. Man hat die Möglichkeit, von Vanille über Rhabarber bis hin zu saurem Apfel alles zu verwenden.
[Was sollte jeder Cocktail-Fan oder Hobby-Barkeeper in seiner Hausbar haben?]
Die Grundausstattung einer Hausbar sollte an Equipment, Zutaten und Getränken Folgendes zur Auswahl haben: Shaker, Blender, Mixer, Jigger (Messglas), Muddler (Holzstößel), Strainer (Barsieb), Saftpresse, Gläser, Eiszange, Eiswürfel, Vodka, Gin, Rum, Tequila, Whiskey, Sekt, Vermouth, Liköre, Sirups, Sahne, Säfte(am besten frisch gepresst)und diverse Früchte (Zitronen, Limetten, Ananas, Orangen, Melonen, Pfirsiche, Himbeeren, Erdbeeren und Bananen). Schweppes Klassiker wie Bitter Lemon oder Tonic Water ebenso wie die jüngste Sorte Russian Wild Berry eignen sich auch als festes Bar-Equipment, da sie eine Vielzahl an Mixgetränken ermöglichen.
[Welche Cocktails oder Longdrinks sind Ihrer Meinung nach am beliebtesten?]
Drinks wie Caipirinha, Planters Punch, Pina Colada, Mojito, Gin & Tonic, Vodka & Bitter Lemon und Southern Comfort & Ginger Ale zählen zu den Klassikern in den Bars.
[Gibt es etwas, das überhaupt nicht zusammen passt?]
Das Mixverhalten der Barkeeper hat sich in den letzten Jahren sehr verändert. Man kann sagen, dass es fast nichts mehr gibt, das nicht zusammen passt. Aber cremige und kohlensäurehaltige Cocktails harmonieren mit Sicherheit nicht zusammen, genauso wenig wie Kaffee und Champagner; und ein kühles Bier sollte man meiner Meinung nach am besten so genießen.
[Worin unterscheidet man einen guten Caiprinha von einem schlechten?]
Das Geheimnis liegt in der Limette und der Art, wie man Sie presst. Die Limette muss schön "saftig" sein und nicht zu hart. In der weißen Schicht zwischen Schale und Fruchtfleisch befinden sich die Bitterstoffe. Die Limette sollte so gepresst werden, dass man nur den Saft gewinnt, ohne die weiße Schicht zu zerstören, ansonsten werden dadurch Bitterstoffe freigesetzt und diese schmeckt man dann beim Trinken. Ob weißer oder brauner Rohrzucker und die Art und Menge des Cachaca, den man für die Herstellung einer Caipirinha verwendet, bleibt dann Geschmackssache.
[Haben Sie einen Geheimtipp, den Sie uns verraten können? Der Erfolg, der Sie bzw. Ihre Drinks von anderen unterscheidet?]
Meiner Meinung nach sind zwei Dinge entscheidend, egal was man im Leben tut: Man muss bei allem mit Liebe und Leidenschaft dabei sein. Diese Philosophie spiegelt sich auch in meinen Drinks und in meiner Arbeit wider.
[Was ist Ihr persönlicher Cocktail-Tipp für diesen Sommer?]
Meine aktuellen Sommerkreationen sind:
["Alex"] (mit Alkohol)
Zutaten:
3 cl Vodka (Smirnoff), 3 cl Licor 43 (Vanillelikör), 6 cl Pfirsichnektar (Granini), 2 EL Birnenpüree (Boiron), 4-6 cl Schweppes Ginger Ale.
und:
["Ginas Bikini"] (alkoholfrei)
1/8 Orange, ½ Limette, 1cl Erdbeersirup (Riemerschmid), 1 EL weißer Rohrzucker, 12 cl Schweppes Russan Wild Berry
Weitere Informationen:
www.schweppes.de
