Die 1975 in Laos/Vientiane geborene Huyen Richter wuchs in Münchner Umland auf. An ihr Studium der Innenarchitektur an der FH Rosenheim schlossen sich Praktika in Wien und Vancouver an. Seit 2009 ist sie als freiberufliche Innenarchitektin im Gemeinschaftsbüro tran² - architecture & interior design tätig.
Zu ihren jüngsten Projekten zählen „PHÓ“, München (je 35 Sitz-/Stehplätze innen und außen), "Happy Quynh Vietnamesse Cuisine", Ottobrunn, und "Riddim Danceschool", Schwabing.
[Bitte umschreiben Sie Ihr PHÓ-Konzept]
Eintauchen – Abschalten – Genießen, das ist unser Konzept. Unser Lokal ist weder Restaurant noch Bistro noch Café – und doch hat es von allem etwas. Wir definieren unser PHÓ als kleine und feine Pausenoase mitten im Arbeitsalltag. Junge Menschen und Büroleute aus der Umgebung, die mittags oder nach der Arbeit einen entspannten Ort für eine kulinarische Pause suchen, sind bei uns genau richtig.
[Welches sind die innenarchitektonischen Highlights?]
Viele Kunden sagen, das sei die Deckenbeleuchtung – eine Eigenkreation aus ursprünglich vier Stehlampen. Für mich persönlich sind es mehr noch die Leichtigkeit und der freie Raumeindruck, die von den geschwungenen Tischen ausgehen. Eine Spezialanfertigung die meinen Schreiner Erdo Dulina ganz schön gefordert hat – aber wir konnten die besondere Gestaltung letztlich doch verwirklichen. Darauf bin ich stolz.
[Welche Materialien, Stoffe, Beleuchtung, Deko-Artikel haben Sie verwendet?]
Meine Position zu Dekoration war hier eher streng: Reduktion und Klarheit statt Kitsch und Plüsch. Auch das Auge soll sich in einer Pause schließlich ausruhen dürfen! Daher nimmt sich alles so zurück, dass das Wesentliche in den Blickpunkt kommen kann: Die liebevolle Zubereitung der frischen Speisen in der offenen Küche. Konkret heißt das: Mut zu heller Farbe und ein ausgewählter Blickfang als Gegengewicht: ein großes Wandbild mit der sattgrünen Landschaft Vietnams.
[Sie haben die Pausenoase PHÓ zusammen mit Inhaber Nguyen Dinh Can erst kürzlich eröffnet. Können Sie schon eine erste Bilanz ziehen?]
Hm, darf man in Deutschland über Erfolg sprechen?! Also, wir sind ganz ehrlich sehr positiv überrascht von der großen Resonanz bei den Kunden, und es läuft für die kurze Zeit schon richtig gut. Und das macht uns natürlich Mut: Ja, es lohnt sich, Neues auszuprobieren und eigene Ideen ganz authentisch umzusetzen.
[Haben Sie weitere Pläne in der Schublade?]
Ja, etwas ganz Heiteres: Zurzeit gestalte ich Geschäftsfilialen in denen es nur um eines geht: Bubble Tee in allen Variationen. Für mich ein Stück Geschmack aus der Kindheit! Wenn ich das in der Schule geahnt hätte, ich glaub’, ich hätte Nächte nicht mehr schlafen können vor Freude! Heute bin ich da aber ganz entspannt und trinke eher Jasmin- oder Lotustee – der fördert ganz nebenbei meine Kreativität, und von der lebe ich schließlich.
Weitere Informationen:
<a href=http://www.brikada.de target=_blank>www.brikada.de</a>
(Der Link wurde am 27.10.2011 getestet.)
