Der Produktionsleiter der Luitpold Confiserie arbeitet schon seit seiner Lehre in der Brienner Straße, die er damals bei Fritjof Hefele absolvierte. Er selbst bezeichnet sich jedoch lieber als "Leiter der Backstube". Ursprünglich hat er einmal das Bäckerhandwerk in seinem Heimatort Petershausen bei München gelernt. Schon damals hat er sich lieber in der benachbarten Konditorei aufgehalten. Die Begeisterung für das Feine führte ihn 1978 ins Luitpold, wo er sechs Jahre später im Alter von 26 Jahren seine Meisterprüfung ablegte. Paul Buchner, Eigentümer des Luitpoldblocks und Initiator der Sammlung Café Luitpold, war damals noch Zieglers Vorgesetzter in der Conditorei. 1989 wurde Ziegler nach der großen Umbauphase vom heutigen Pächter des Café Luitpold, Gerhard Brenner, direkt als Meister übernommen – bis heute.
Albert Zieglers größte Leidenschaft gilt – neben seiner Liebe zu Beatle-Songs - alten Konditorei-Formen: Weit über 600 Marzipan-, Eis-, Zucker-, und Schokoladenformen drängen sich in zwei Glasvitrinen, die Zieglers ganzer Stolz sind. Die älteste unter ihnen ist eine Eis- und Schokoladenform in Gestalt eines Ritters auf dem Jahr 1850. "Die ersten alten Model habe ich bei Herrn Buchner gesehen. Danach bin ich direkt auf den Flohmarkt gegangen, und mit einer Hasen-Form hat alles angefangen", erinnert sich Ziegler an den Beginn seiner imposanten Sammlung.
Einige seiner schönsten und kuriosesten Schokoladen-Formen hat Albert Ziegler jetzt der Sammlung Café Luitpold für die 4. Sonderausstellung "Schokolade. Das Schwarze Geheimnis" zur Verfügung gestellt. "Für mich ist es eine Ehre, einen Teil meiner Sammlung der Öffentlichkeit zu zeigen", sagt er in seiner typischen Art. Bescheiden, aber auch ein bisschen stolz.
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Karriere
Konditormeister und Sammler aus Leidenschaft: Albert Ziegler
Albert Ziegler, seines Zeichens Konditormeister aus Leidenschaft, gehört zu den bescheidenen Typen seines Handwerks.
Von Brigitte Karch
