Ansehen und Achtung über die Region hinaus hatte sich Spielmann nicht nur als Brauer sondern auch als große Persönlichkeit des Gemeinwesens erworben. Er gehörte zu jenen Unternehmerpersönlichkeiten, die wirtschaftlichen Erfolg und Pionierleistung immer auch mit sozialem Engagement und Liebe zu ihrer Heimatregion verbunden haben.

Wilhelm Spielmann wurde am 8. August 1921 in Steinheim am Main geboren. Er hatte zwei Schwestern und einen Zwillingsbruder, den er im Krieg verlor. Nach dem Krieg studierte er Betriebswirtschaftslehre in Mannheim und lernte seine spätere Frau Bärbel in Heidelberg kennen und lieben.

Bärbels Vater, dem damaligen Weldechef Hans Hirsch, war der Schwiegersohn zunächst suspekt – er war kein Braumeister und musste deshalb anfangs bei Welde auch in allen Abteilungen mit anpacken. Schnell erwarb er sich jedoch die Achtung des Schwiegervaters, übernahm 1959 nach dessen Tod die Brauerei und formte aus dem Betrieb eine moderne Braumanufaktur, die heute eine der bekanntesten Biermarken der Metropolregion Rhein Neckar ist.

In seiner Branche galt Wilhelm Spielmann als Pionier, 1971 baute er „auf der grünen Wiese“ in Plankstadt die damals modernste Brauerei Deutschlands: ebenerdig, ohne Keller, vorausahnend, dass dies heute zum Standard gehört.

Wilhelm Spielmann war auch sozial sehr engagiert. Regelmäßig spendete er größere Beträge der Welthungerhilfe, der Blindenmission, den Notgemeinschaften und weiteren sozialen Projekten. Darüber hinaus engagierte er sich bei Rotary und unterstützte vor allem die Jugend in zahlreichen Vereinen.

Für sein unternehmerisches und soziales Engagement wurde er vom Bundespräsident mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet. Sein Wunsch, die Brauerei nach über 50 Jahren unter seiner Leitung wohlbestellt, als gesunden Betrieb an die nächste Generation zu übergeben, ging in Erfüllung. Heute führt sein Sohn Dr. Hans Spielmann das Unternehmen in achter Generation.

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www.welde.de