Die Frage „Gefällt es Ihnen in Berlin“, beantwortet der gebürtige Oldenburger (Jahrgang 1955) und Absolvent der Hotelberufsfachschule Dr. Leopold in Garmisch-Partenkirchen, mit einem schlichten, jedoch begeistertem „Ja!“. Es lebt sich hier unkompliziert, wenn auch mit viel Arbeit verbunden. „Man kann sonntags einkaufen und das kulturelle Angebot ist unglaublich vielfältig“, schwärmt Klimsch.

All das weiß der viel beschäftigte Generaldirektor zu schätzen; denn häufig begleitet er Gästegruppen, denen er quasi als kenntnisreicher Guide die Highlights der pulsierenden Bundeshauptstadt näher bringt.

Roberto Klimsch, der von Jugend auf in die Hotellerie gehen wollte, kam bereits 1993 als Verkaufsdirektor für die beiden Maritim Hotels in Timmendorf mit der deutschen Hotelkette in Berührung. Berufliche Abstecher führten ihn zum Marriott Hotel, Hamburg, sowie zum Park Hotel in Bremen, bevor er im Maritim proArte Berlin seine Arbeit aufnahm.

Es ist vor allem der einzigartige Standort, der Gästen den Aufenthalt hier so unwiderstehlich macht: Berlin Mitte, nahe dem Brandenburger Tor, Reichstag, Gendarmenmarkt, Museumsinsel, Nikolaiviertel, Alexanderplatz, Potsdamer Platz und Unter den Linden – alles fußläufig vom Hotel erreichbar, zählt Roberto Klimsch die einzigartigen Vorteile des Hauses auf.

Ein weiterer USP des 403-Bettenhauses besteht in seiner konsequenten Kunsthinwendung, nicht zuletzt signalisiert durch das „proArte“ im Hotelnamen. „Nicht viele Häuser können dieses Kunstengagement aufweisen“, betont Klimsch. „Unser Hotel präsentiert sich mit zahlreichen Farbtupfern der modernen Kunst, die sich in allen öffentlichen Räumlichkeiten sowie in den Hotelzimmern widerspiegeln. 268 Originale der Berliner ´Jungen Wilden´ begeistern die Gäste auf den Etagen.“ Dieses Kunst-Engagement zeigt sich im Restaurant Atelier, Bistro Media, Checkpoint Bar und im Schwimmbad, wo man die Exponate des Künstlers Ingolf Kühn aus Cottbus bewundern kann. Darüber hinaus sorgt die Philosophie „der kleinen Hierarchien - vom Dienstboten bis zum Direktor sind wir sofort für den Gast da“, für gelebte Gästeorientierung. Zu den Serviceleistungen des Hauses zählt etwa auch die Pflege guter Beziehungen zu Berliner Theatern und Opern. „Der kulturelle Aspekt spielt bei uns eine große Rolle. Der eigens aufgelegte Maritim-Katalog ´Opern und Konzerte´ führt Musikfreunde zusammen“, beschreibt Roberto Klimsch das kunstorientierte Kundenbindungsinstrument.

Dass das proArte eine so erfreulich hohe Akzeptanz bei seinen Gästen hat, führt Roberto Klimsch insbesondere auch auf die Tatsache zurück, dass rund 90 Prozent der Mitarbeiter noch aus den Zeiten des Hotel Metropol stammen, an dessen einstigem Standort das "proArte" errichtet wurde. Die Mitarbeiter-Fluktuation ist gering und deren Verbundenheit mit dem Hotel sehr hoch. „Das Haus hat Seele, was bei vielen Hotelneubauten nicht der Fall ist“, schwärmt der Generaldirektor.

Mit diesen Hard- und Software-Vorteilen gelingt es Maritim proArte Berlin, sich am hart umkämpften, stark expandierenden Berliner Markt erfolgreich zu behaupten. Der Durchschnittszimmerpreis sank in 2009 um 7,9 Prozent, die Finanzkrise sowie das reichliche Bettenangebot werden hierfür verantwortlich gemacht. Vor allem im 4- und 5-Sternebereich ist der Wettbewerb beinhart. An der Gedächtniskirche entsteht das Superhotel „Waldorf Astoria“ (5-Sterne plus, 242 Zimmer), am Alexanderplatz eröffnet in Kürze das Etap-Hotel. Andererseits wurden die Pläne für das 5-Sterne-Hotel mit Kongresszentrum am Berliner Hauptbahnhof aus Bedarfsmangel auf Eis gelegt. Die Bettenzahl stieg in Berlin von 70.000 (2003) auf 109.700 (Ende 2009).

Kundenbindung spielt hier im Hause natürlich eine große Rolle. Für das laufende Jahr steht „Kunden-Akquise“ an oberster Stelle. Da kommt Roberto Klimsch der wachsende Zuzug neuer Firmen im Umkreis des Hotels sehr entgegen; aber etwa auch auf der jährlichen ITB ist man erfolgreich bei der Neukundensuche. Schließlich erweist sich das Internet mit ca. 12 Prozent als wichtiges Instrument für das Buchungsaufkommen von Business- und Individualreisenden. Das Haus bedient sich dabei der Reservierungsportale HRS, Hotel.de, expedia und Maritim Booking.

Mittelfristige Pläne? Das Erreichte beizubehalten und weiterauszubauen. Dies gilt ebenso für den Incatering-Bereich Maritim Event Catering Service (MECS). „Und“, so Roberto Klimsch abschließend, „wir müssen noch an einigen Stellen Feinschliff vornehmen.“
[Brigitte Karch]

Weitere Informationen:
www.brikada.de
www.maritim.de

[Faktenblatt:]
Maritim proArte Hotel Berlin, vormals Hotel Metropol (nach der Wende abgerissen, neu aufgebaut und seit 1996 als eröffnet)
Generaldirektor: Roberto Klimsch
Kategorie: 4 Sterne
Friedrichstraße 151
10117 Berlin
Tel: +49-(0)030-20 33-5
Fax:+49-(0)030-20 33-40 90
Internet: www.maritim.de
Email: info.bpa@maritim.de

Zahl der Zimmer: 403, davon 374 DZ, 29 Junior- bis Präsidentensuiten, je 2 behindertenfreundliche- und Allergikerzimmer
Zimmerauslastung: über 70 Prozent
Gäste: 60 Prozent Geschäftsleute, 40 Prozent Individualreisende, darunter sehr viele Stammkunden
Umsatzanteil Logis: ca. 55 Prozent, F&B/Catering/Tagungen: ca. 45 Prozent
Besonderheiten: Säle bis zu 1.600 Personen, Veranstaltungsräume bis zu 180 Personen sowie zusätzliche Konferenz- und Tagungsmöglichkeiten, 4 Restaurants, Wellnessbereich sowie TG mit 120 Stellplätzen.