Was Dr. Marc Rauschmann, Geschäftsführer Die Internationale Brau-Manufacturen GmbH, Frankfurt a.M., mit „Feine Bierkultur“ beschreibt, entspricht der tiefen Leidenschaft, dem Bier seinen schnöden Ruf als plumpen Durstlöscher zu nehmen. Vielmehr, und zugegebenermaßen bleibt ein anerkennenswerter Blick auf zelebrierte Weinkultur nicht aus, sucht man doch eigene Wege, eine sichtbar gemachte und überzeugend gelebte „Feine Bierkultur“ zwischen handwerklicher Braukunst, überlieferten alten Rezepturen und innovativen Brautechniken bis hin zum deliziösem Biergenuss gewissermaßen dingfest zu machen.

Genuss – so die Philosophie – ist vergleichbar etwa mit Opern - theatralisch, opulent, überwältigend. Genuss speist sich aus Überraschungen, hier gemeint als exzellente Bierüberraschungen. Nicht ohne das kulinarische Pendant mit einzubeziehen.

Kollektion NoII heißt das begleitende Programmheft, um den Biergenuss rund um die Braufactum-Edition erlebbar zu machen. Inhaltlich puristisch eingeteilt in „Braufactum“ - von der Braufactum Geschichte bis hin zum eigens kreierten Bierglas; gefolgt von „Kollektion“ - sechs Stationen eines elitär anmutenden Opernabends. Und „Unsere Braufacturen“, eine Hommage an die „Bühnendarsteller“, sprich teilnehmenden Braumanufacturen, gibt eine Orientierung woher die Biere kommen, nach welchen Brauverfahren sie kreiert wurden (z.B. Reifung im Holzfass, Kalthopfung oder Flaschengärung) und welche Spezialitäten daraus entstehen.

Das „Foyer“ überrascht etwa mit dem deutschen Progusta von Braufactum, einem edel-gehopften Bitterbier mit Duft nach Curry und Ingwer; Aromen von Aprikose, Orange und Cashwenüssen. Es folgen „Ouvertüre“ u.a. mit Rodenbach Classic, einem belgischen Rotbier der Rodenbach Braumanufaktur mit Aromen von Apfelmost. Im „Ersten Akt“ überrascht vor allem „Nora“, Baladin, Italien. Das Gewürzbier duftet nach Hefe, flüssigem Honig und Früchten. Das „Intermezzo“ besticht etwa mit „Cassisina“, einem Fruchtbier von Birrificio Italiano. Es duftet herrlich nach Frucht und Hefe. „Local 2“, ein dunkles belgische Starkbier aus der Brooklyn Brewery, USA, mit Duft nach Kardamom, gerösteten Nüssen und reifer Banane sorgt neben anderen Bier-Spezialitäten im „Zweiten Akt“ für Furore. Der „Epilog“ gipfelt etwa in „Ola Dubh Special Reserve 12“ von Harviestoun, Großbritannien, gereift in Whisky Fässern und Duft nach altem Malt, Torf und Zigarettentabak.

Braufactum selbst versteht sich hier als Intendant. Spürbar – wie alle Hauptdarsteller des „Opernabends“, mit Freude am Gelingen, mit Verve und Leidenschaft, „Feine Bierkultur“ einer wachsenden Braufactum Fan-Gemeinde zu zuführen. Nun denn: toi, toi, toi ...!

Weitere Informationen:
www.braufactum.de