In seiner Sieben-Punkte-Prognose für die Zukunft zeichnete Georg Schneider wichtige Aspekte auf, mit denen Schneider Weisse als mittelständische Brauerei zukünftig konfrontiert sein wird. Dass man hier aktuell weitsichtig für die denkbaren Herausforderungen vorbereitet ist, davon darf man ausgehen.

Nicht von ungefähr beschäftigen sich die Schneiders seit sechs Generationen mit dem Weissbierbrauen. Im Jahr 1872 wurde das Weisse Bräuhaus in München im Tal gegründet, nach dem 2. Weltkrieg verlagerte man aus Kapazitätsgründen die Produktion und Verwaltung nach Kelheim. Rund 100 Mitarbeiter sind im Unternehmen beschäftigt. Die Schneider Weisse Produktpalette umfasst sieben Weissbierspezialitäten. Hinzu kommt ein limitiertes Spezialbier TAPX Mein Nelson Sauvin, das zunächst hauptsächlich für den Export vorgesehen und in Deutschland innerhalb kurzer Zeit ausverkauft war. In einer Neuauflage ab Mitte September ist es vorübergehend nun auch wieder bei uns zu haben.

Schneider Weisse wird in Deutschland sowie in 34 Exportländern vertrieben, darunter Europa, Amerika, Fernost, Australien und Neuseeland. Die Distribution erfolgt über Gastronomie, Handel, qualifizierten Getränkefachgroßhandel, Partnerbrauerei sowie eigene Gaststätten. Die Weissbierbierspezialitäten, ebenso wie das Unternehmen selbst, tragen zahlreiche Auszeichnungen und Zertifikate – die Aufzählung umfasst mehrere eng bedruckte Manuskriptseiten!

Doch zurück zu den Kernaussagen Georg Schneiders. Die mittelständische Brauwirtschaft wird maßgeblicher Ideengeber. Es werden die kleinen Betrieben mit einem dichten Netzwerk von Brauerkollegen sein, die als Trendsetter fungieren und nicht mehr die großen Konzerne.

Ein neues Selbstbewusst der Brauerehre führt zu neuer Biervielfalt. Das Herausarbeiten der Bierstile hat dazu geführt, dass Bier eine Renaissance erlebt, weil man auch wieder gelernt hat, wie verschiedenartig Bier sein kann. „Wichtig ist hier vor allem auch die Authentizität der Biere,“ betont Georg Schneider, der auf seinen Auslandsreisen immer wieder erlebt, wie hoch die Nachfrage explizit nach „original deutschen Bieren“ ist.

Gleichwohl ist Schneider vehementer Verfechter des fast 500-jährigen Reinheitsgebotes des Bieres. „Ein Pfund, mit dem man unglaublich wuchern und kreativ sein kann.“ Immerhin gibt es 210 verschiedene Hopfensorten, unterschiedliche Hefen sowie unter- und obergärige Biere, die zusammen mit unterschiedlich behandelter Gerste und Weizen und nicht zuletzt mit der Qualität des Wassers zu unglaublich vielen Geschmacksergebnissen führen.

Regionalität wird nach Ansicht von Georg Schneider zum Megatrend. Auf Globalisierung folgt Beherrschbarkeit und Heimatgefühl. „Wir tragen diesem Trend mit sehr regionalen Rohstoffen bereits Rechnung.“

Die Wertschätzung von handwerklicher Braukunst zeigt sich beim Verbraucher im steigenden Maße – so eine weitere These. Dabei wird sich der Markt noch weiter aufspalten ins Niedrigpreissegment und in hochwertige Biermarken, vertrieben über die Gastronomie. Dass Bier mittlerweile ausgesprochen salonfähig ist, beweist die Tatsache, dass neben einer guten Weinkarte auch gute Bierkarten zu finden sind. Hier spielen vor allem die Italiener eine Vorreiterrolle. In Deutschland ist es die gut geführte Speisengastronomie, die den Genusswert und die Biervielfalt erkannt hat.

Weitere Informationen:
www.schneider-weisse.de