Sabine Gunzner, Chefin vom Privathotel & Restaurant Kirchbaur-Hof in Neuburg-Bittenbrunn, richtet zusammen mit ihren Mann, Küchenmeister Johann Gunzner, und den geschulten Mitarbeitern unvergesslich herrliche Hochzeiten aus.

„Hochzeitsfeiern ausrichten, das bedeutet Herausforderung, Kreativität und vor allem Einfühlungsvermögen und Vertrauen; denn das Fest soll ja reibungslos ablaufen, da muss man bereits im Vorfeld weitsichtig planen“, weiß Sabine Gunzner zu berichten. Innerhalb weniger Jahre ist es ihr gelungen, das Hochzeitssegment – neben Hotel- und Gastronomieumsatz – zu einer profitablen Angebotssparte auszubauen.

[Seit wann bieten Sie spezielle Hochzeitsangebote an?]
Seit Mai 2009 – aufgrund des neu entstandenen Gewölbestadls mit Salettl und Innenhof.

[Was hat Sie dazu veranlasst?]
Unser Angebot für Veranstaltungen muss sich in erster Linie nach den Bedürfnissen der Gäste richten. Dementsprechend kann man Angebote zusammenstellen, sofern sie räumlich durchführbar sind.

[Welche Voraussetzungen braucht es, um mit dem Thema Hochzeit erfolgreich zu arbeiten?]
Erfahrungen im Veranstaltungsbereich, Einfühlungsvermögen, damit man die Wünsche der Gäste erkennt und sie auch richtig umsetzen kann, Individualismus, außergewöhnliche Ideen – nichts ist unmöglich, nur muss es bezahlbar sein, freundliches Personal und Qualität des Speisenagebotes.

[Kommen Brautpaare zu Ihnen „von sich aus“ oder auf Grund Ihrer Marketingaktivitäten?]
Ohne Marketing geht es natürlich nicht, wobei wir viele Gäste aufgrund von Mundpropaganda erreichen

[Arbeiten Sie mit anderen Dienstleistern zusammen?]
Ja, wir empfehlen ansässige Unternehmen und tauschen uns gegenseitig aus.

[Wird Ihr Personal besonders geschult?]
Ja. Es gibt immer eine Servicebesprechung vorab. Zudem können unsere Angestellten und Azubis an den vielseitigen VSR-Kursen teilnehmen, angefangen vom Barkeeper-Kurs, Benimm-Kurs, Servicetraining oder Stil- und Etikette-Kurs.

[Bedeuten Hochzeitsessen eine besondere kulinarische Herausforderung an Ihren Mann?]
Viele Brautpaare haben Sorgen, das Menü könnte nicht alle Geschmäcker erreichen. Doch sollte ein Hochzeitsmenüs ebenso individuell sein wie das Brautpaar auch. Ich empfehle daher immer das zu bestellen, was das Brautpaar am liebsten essen würde, schließlich sind die Beiden die Hautpersonen.

So servieren wir neben den “Standards-Menüs“, die es eigentlich überall gibt, auch hin und wieder Rinderfilet à point oder rosa Rehrücken. Das schönste und ehrlichste Lob habe ich von Kindern erhalten: „So ein tolles Stück Rehrücken habe ich noch nie in meinem Leben gegessen.“ Nachdem die Eltern sehr skeptisch waren und ursprünglich an Schnitzel mit Pommes dachten! Oder: der Jubilar einer Goldhochzeit wünschte sich Lammbraten und wir „deklarierten“ diesen als „Hochzeitsbraten – alle Gäste waren begeistert.

[Rechnet sich der Aufwand?]
Auf alle Fälle.

[Welchen Stellenwert nimmt das Hochzeitsgeschäft bei Ihnen ein? Im Vergleich zum Gastronomie-/Hotellerieumsatz?]
Wenn der Hochzeitsboom weiter so anhält, dann erreichen wir fast 50 Prozent.
[Die Fragen stellte: Brigitte Karch]

[Menübeispiel für ein 4-Gänge-Hochzeitsessen von Johann Gunzner]
[Vorspeise:]
Forellenfilet aus dem Hausrauch mit Sahnemeerrettich und Salat

[Suppe:]
Kirchbaur's Wildrahmsuppe mit Schwammerl

[Hauptgerichte:]
Schmankerl aus eigener Jagd und Fischerei: Ottheinrich’s Leibspeise
Wildschweinbraten von den Donau-Auen an Wildrahm mit Preiselbeeren,
kleinem Semmelknödel und Schwammerl

oder
Gegrillter Zander an Limettenrahm mit geschmortem Gemüse und Basmati-Reis

[Dessert:]
Ofenfrische Apfel-Kücherl mit Vanille'-Eis und Sahnetupfer

Weitere Informationen:
www.hotel-kirchbaur.de