Die Dokumente sollen fortan durch die Universitätsbibliothek der Öffentlichkeit sowie Forschung und Lehre zugänglich gemacht werden und bilden einen Archiv-Grundstock des von der Stiftung im Frankfurter Stadtteil Sachsenhausen geplanten Kochkunstmuseums. Eine derartige, weltweit einzigartige Einrichtung hatte in Frankfurt bereits von 1909 bis zum Zweiten Weltkrieg existiert, war dann aber der Zerstörung anheim gefallen.
Die Sammlung der TafelKulturStiftung gliedert sich in 16 Teilbereiche und umfasst unter anderen rund 12.000 Bücher zum Thema Tafelkultur aus allen historischen Epochen, etwa 75 handgeschriebene Rezeptbücher aus drei Jahrhunderten und zirka 16.000 Menü- und Speisekarten von der Mitte des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Hinzu kommt eine umfangreiche Sammlung von internationalen Zeitschriften, Werbemitteilungen, Gastronomie-Kalendern, Rezept-Handschriften oder Kochbuchkatalogen. "Besondere Beachtung verdienen dabei das Dokumente-Archiv des ehemaligen Präsidenten des US-Köcheverbands, Robert Audelan, das Tafelkultur-Archiv von Prof. Franz Lerner und ein Briefwechsel mit Harry Schraemli, einem der bedeutendsten Tafelkultursammler der Welt, der sich bis zu seinem Tod 1995 stark für die Wiedererrichtung des Kochkunstmuseums einsetzte," so Schwarz. Ebenso hob er die jüngst übernommene Bibliothek und Sammlung zur gastronomischen Literaturgeschichte Holger Hofmanns hervor, der neben Clemens Wilmenrod als einer der ersten Fernsehköche populär wurde.
Zukünftig ist geplant sei, eine Professur für Tafelkultur in einem der geisteswissenschaftlichen Fachbereiche der Universität zu etablieren.
Weitere Informationen:
<a href=http://www.muk.uni-frankfurt.de target=_blank>www.muk.uni-frankfurt.de</a>
<a href=http://www.ub.uni-frankfurt.de target=_blank>www.ub.uni-frankfurt.de</a>
<a href=http://www.brikada.de target=_blank>www.brikada.de</a>
email: VereinTafelkultur@web.de
(Die Links wurden am 05.05.2008 getestet.)
